Kultur im Bezirk Weiz
Drucksache
- Fotograf Richard Mayr hat eben einen Stapel an Schachteln zu verwalten.
- hochgeladen von martin krusche
Im Gleisdorfer „Archipel“ ist beim Projekt „Das erweiterte Buch“ eine nächste Stufe erreicht. „Mini Fabula“, ein Druckwerk in drei Variationen, von 38 Kunstschaffenden mit Inhalten belebt, als konkretes Objekt, aber ins Internet verzweigt…
Und von dort wieder in den Raum realer sozialer Begegnungen zurückgeführt. Zusammmengefaßt: „Von der Gutenberggalaxis in den Cyberspace und zurück“. Dieses Vorhaben ist eine Bekräftigung der alten medialen Form. Johannes Gutenberg hat im 15. Jahrhundert den Buchdruck mit beweglichen Metall-Lettern erfunden.
Auch wenn wir inzwischen mit dem Offsetdruck ein preiswerteres Verfahren als den Hochdruck genutzt haben, dem der Digitaldruck gefolgt ist, die Hauptkonsequenz blieb gleich. Ein papierenes Druckwerk, das zu lesen eine andere Körperhaltung fordert und im Gehirn andere Vorgänge auslöst, als es E-Books und Tablets tun, von Mobiltelefonen ganz zu schweigen.
Zugleich ist „Mini Fabula“ das Beispiel einer Best Practice. Es wird im steirischen Kulturgeschehen ja gerne und oft von Vernetzung und von Kooperation gesprochen. Wo aber findet das dann konkret statt? Zum Beispiel im „Archipel“.
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