Konjunktur in der Steiermark gewinnt an Fahrt

Andreas Schlemmer (l.) und Bernhard Stranzl.

Gute Stimmung herrscht bei den oststeirischen Unternehmern. Umsatz, Auftragslage und Preisniveau liegen im positiven Bereich.

Nach mittlerweile fast zehn mageren Konjunkturjahren scheint ein lange erwarteter Aufschwung nun Realität zu werden. Die Zahlen des aktuellen Wirtschaftsbarometers der WKO Steiermark zeigen die neu gewonnene Dynamik in der heimischen Wirtschaft. Beim Umsatz beträgt der Privatsaldo ein Plus von knapp 60 Prozentpunkten, bei der Auftragslage eine Steigerung von 33,7, bei den Investitionen einen Zuwachs von 27,7 und bei der Beschäftigung ein Plus von 39,2 Prozentpunkten. Konkret beurteilen rund 49 Prozent der 706 Unternehmer, die an der Umfrage teilgenommen haben, die wirtschaftliche Entwicklung in den letzten 12 Monaten als positiv, nur rund 13 Prozent als negativ.

Miteinander

Besonders die Wirtschaft in der Oststeiermark liegt in allen Parametern der Umfrage, dem Wirtschaftsklima, dem Gesamtumsatz, der Auftrags-, Investitions- und der Beschäftigungslage und dem Preisniveau über dem landesweiten Durchschnitt.
Bernhard Stranzl, Obmann-Stellvertreter der WKO Weiz: „Die Oststeiermark, insbesondere der Bezirk Weiz, liegt auf goldenem Boden.“ Es gehe nicht ohne Industrie, ebenso wenig ohne Handwerk. „Ein Miteinander ist der richtige Weg.
In Weiz sind 31 Prozent der Beschäftigten in der Industrie tätig. „Weiz ist in der Industrie aber sehr diversifiziert aufgestellt und nicht abhängig von nur ein, zwei großen Betrieben“, so Regionalstellenleiter Andreas Schlemmer.

Reformen

In der gegenwärtig positiven Wirtschaftsentwicklung sieht Bernhard Stranzl einen Auftrag für die neue Regierung: „Man darf nicht wieder in einen politischen Stillstand verfallen.“ Ein wesentlicher Punkt in der Unterstützung von Wirtschaftstreibenden sei die Flexibilisierung der Arbeitszeit. „Es gibt Phasen, in denen in Betrieben Arbeiten fertig zu machen sind, eine praktische Umsetzung ist aber leider bei Strafe verboten.“ Auch Mitarbeiter seien oft zu Mehrleistung bereit. „Neben den Reformen im Arbeitszeitgesetz braucht es eine Wiedereinführung des Investitionsfreibetrags und eine Eindämmung der kalten Progression und der überbordenden Bürokratie“, so Stranzl. „Lohnnebenkosten senken, das Prinzip ´beraten statt strafen´ verankern, Grenze für geringfügige Wirtschaftsgüter bei 1500,- Euro, degressive AfA und eine Lichtung des Vorschriftendschungels.“

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