Karriereweg von Franz Kerschenbauer
Vom Schulabsolventen zum Leiter der Firmenkundenabteilung
- Franz Kerschenbauer ist Leiter der Firmenkundenbank sowie Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung der Bank.
- Foto: Raiffeisenbank Oststeiermark Nord
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Im Rahmen des Projekts „Schüler machen Zeitung“ besuchten die HAK Weiz Schülerinnen und Schüler Nikos Ratiu und Daniela Breitegger die Raiffeisenbank Birkfeld. Das Interview mit Franz Kerschenbauer wurde von Nikos geführt, während die Vorbereitung und die Ausarbeitung des Artikels von Daniela übernommen wurden.
WEIZ. Franz Kerschenbauer ist Leiter der Firmenkundenbank sowie Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung der Bank. Die Raiffeisenbank Oststeiermark Nord zählt zu den größten Raiffeisenbanken der Region und umfasst mehrere Bankstellen. Für das Interview wurde die Bankstelle in Birkfeld besucht, jenem Ort, an dem Kerschenbauer aufgewachsen ist und bis heute arbeitet.
Große Verantwortung
Was den Werdegang von Franz Kerschenbauer besonders macht, ist seine Bodenständigkeit. Aufgewachsen in Birkfeld, führte ihn sein Weg nach der Matura zunächst zum Bundesheer und kurzzeitig auf den Bau. Dass er schließlich in der Bankbranche landete, beruhte ursprünglich auf einer einfachen Vorstellung. Er wollte einen sicheren Job und gute Verdienstmöglichkeiten. Heute verbindet er mit seinem Beruf jedoch weit mehr als das.
- Ob es um die Finanzierung einer neuen Maschine oder die Entwicklung eines Unternehmens geht – er sieht seine Aufgabe darin, Kundinnen und Kunden dabei zu helfen, ihre Ziele zu erreichen.
- Foto: Raiffeisenbank Oststeiermark Nord
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Ein entscheidender Moment in seiner Karriere war die Übernahme der Bankstelle. Ohne lange Vorbereitung wurde er mit großer Verantwortung konfrontiert. „Ich bin damals ziemlich ins kalte Wasser geworfen worden“, erinnert er sich. Gerade diese Situation habe ihn besonders geprägt, weil er in kurzer Zeit lernen musste, schnell zu handeln, Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen.
Beruf und Privatleben im Einklang
Im Gespräch wurde zudem deutlich, wie stark sich die Bankwelt in den letzten Jahren verändert hat. Während früher viele Abläufe manuell erledigt wurden, läuft heute ein Großteil digital ab. Kundinnen und Kunden unterschreiben Verträge online, Transaktionen werden automatisiert verarbeitet und der klassische Schalter verliert zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig haben gesetzliche Vorgaben und Kontrollen stark zugenommen, wodurch Entscheidungen heute viel stärker abgesichert und dokumentiert werden müssen.
- Die Raiffeisenbank Oststeiermark Nord zählt zu den größten Raiffeisenbanken der Region und umfasst mehrere Bankstellen.
- Foto: Ramona Kielnhofer
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Neben diesen fachlichen Entwicklungen zeigte das Gespräch vor allem die persönliche Seite von Franz Kerschenbauer. Er sprach darüber, wie er mit Verantwortung und Stress umgeht und wie er es schafft, Beruf und Privatleben in Einklang zu bringen. Für ihn ist es entscheidend, klare Grenzen zu ziehen. „Wenn ich die Bank verlasse, versuche ich, die Arbeit auch dort zu lassen“, erklärt er. Diese Trennung sei wichtig, um langfristig zufrieden zu bleiben und sich nicht von beruflichen Herausforderungen dauerhaft belasten zu lassen.
Träume anderer Menschen unterstützen
Auch seine Einstellung zu Problemen ist bemerkenswert: Sich Gedanken über die Zukunft zu machen, ist wichtig und notwendig – jedoch ohne sorgenvoll in die Zukunft zu blicken. Dieses Prinzip helfe ihm, einen kühlen Kopf zu bewahren und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.
Trotz aller Veränderungen und Herausforderungen betont Kerschenbauer, dass ihn an seinem Beruf vor allem die Möglichkeit erfüllt, die Träume anderer Menschen zu unterstützen und zu begleiten. Ob es um die Finanzierung einer neuen Maschine oder die Entwicklung eines Unternehmens geht – er sieht seine Aufgabe darin, Kundinnen und Kunden dabei zu helfen, ihre Ziele zu erreichen. Gerade wenn Unternehmen wachsen und erfolgreich werden, sei das auch persönlich ein schönes Gefühl.
Karrierechancen und Lebensqualität
Rückblickend würde Kerschenbauer seinen Weg wieder genauso gehen. Nicht nur wegen der Karrierechancen, sondern vor allem wegen der Lebensqualität, die sein Beruf ermöglicht. Dazu zählen geregelte Arbeitszeiten, Zeit für die Familie und die Möglichkeit, beruflichen Erfolg mit persönlichem Ausgleich zu verbinden. Abschließend betont Kerschenbauer, wie wichtig es ist, einen Beruf zu wählen, der einen wirklich interessiert: „Wenn man etwas findet, das einen begeistert, kommt die Motivation von selbst.“
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