25.09.2016, 19:52 Uhr

Jubiläumskonzert für einen Gleisdorfer Komponisten

Die barocke Marienkirche bot den Rahmen für das Konzert zu Ehren des Gleisdorfer Barockkomponisten.
Zum 300. Geburtstag des aus Gleisdorf stammenden Barockkomponisten Johann Georg Zechner fand in der Marienkirche seiner Heimatstadt ein Jubiläumskonzert statt. Stadtpfarrer Gerhard Hörting forderte in seiner Begrüßung auf, Seele, Ohren und Augen zu öffnen um die damalige Musik in ihrer Schönheit in der Gegenwart zu entdecken. Als Kulturreferent von Gleisdorf dankte Alois Reisenhofer den Personen, die den Barockkomponisten nicht in Vergessenheit geraten ließen: Josef Hofer, Werner Deutsch sowie dem Verein Sakralkunst Oststeiermark. Peter Unger hat die alten Noten abgeschrieben und neu gesetzt.
Zur Aufführung gebracht wurden in der barocken Marienkirche die Werke „Missa Sancti Johannis Baptistae“, das Orgelkonzert in F-Dur sowie ein „Te Deum“.
Als Solisten agierten Gertraud Santner (Sopran), Maria Suntinger (Alt), der Gleisdorfer Tenor Johannes Chum, Ewald Nagl (Bass) und Yu Hau Huang an der Zechner-Orgel der Marienkirche. Unter der musikalischen Gesamtleitung sang die Chorgemeinschaft des Dekanats Gleisdorf. Es spielten das Musica Sacra Instrumentalensemble Gleisdorf sowie das Kammerorchester des Privatkonservatoriums Graz.


Terminaviso:

Ausstellung „musik(er)leben“
Eröffnung im Rahmen der „Langen Nacht der Museen“ am 1. Oktober ab 18 Uhr im MIR (Museum im Rathaus) in Gleisdorf. Ein Teil der Ausstellung ist dem Leben des Komponisten Johann Georg Zechner gewidmet, ein weiterer Teil befasst sich mit dem Musikleben der Stadt Gleisdorf in den letzten 150 Jahren.

Info: Auszug aus Wikipedia

Johann Georg Zechner (* 9. April 1716 in Gleisdorf, Steiermark; † 7. Juni 1778 in Stein an der Donau, Niederösterreich) war ein österreichischer Organist und Komponist.
Zechner verließ schon früh seine Heimat, um ins damals musikalisch bedeutsame Niederösterreich zu gehen. Hier, vor allem in Wien, erhielt er seine erste musikalische Ausbildung. 1736 kam Zechner nach Göttweig, wo er bis 1743 als Organist wirkte. Danach wurde er Organist in Krems und war von 1746 bis 1753 Regens chori an der dortigen Stadtpfarrkirche. Zeitgleich absolvierte Zechner ein Theologie- und Philosophiestudium und erhielt nach der Priesterweihe ein Benefiziat an der Allerheiligenkirche in Stein.
Durch diese Stelle war er finanziell so gesichert, dass er sich in der Folgezeit nur noch der Komposition widmen brauchte. Es entstanden geistliche Dramen für das Kremser Jesuitengymnasium, Fest- und Jubiläumsmusik für das Stift Göttweig sowie Tafelmusik für Melk. Sein wohl bedeutendstes Werk aber war wohl die Große Orgelmesse in C (1761). Auf seine Vermittlung entstand außerdem die große Orgel in der Wallfahrtskirche Maria Taferl.
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