02.11.2016, 08:11 Uhr

Jugend am Wort unterwegs im ASZ

Jugend am Wort - diesmal geht es um das Thema Müll! Robert Reitbauer erklärt den Jugendlichen, warum es sich hier nicht nur um Abfall, sondern um wertvolle Ressourcen handelt

"Heute geht es um das spannendste Thema überhaupt: Müll"

freut sich Alexander Stelzer, der gemeinsam mit Monika Derler und Marianne Kahr bereits zum dritten Mal ein "Jugend am Wort" Treffen organisiert.

"Das Thema ist so vielschichtig, so gut wie alles im Müll kann zerlegt werden und dann kann wieder etwas Neues daraus entstehen" erklärt Stelzer seine Begeisterung. Er wird später mithilfe von Anschauungsmaterial vom AWV zeigen, welche Vielfalt an Rohstoffen zB in Handys verbaut ist. Wussten Sie, dass in einer Tonne Handyschrott mehr Gold vorkommt als in einer Tonne Golderz?

Treffpunkt ist im ASZ Birkfeld, wo Robert Reitbauer als Vertreter der Gemeinde (und als Mitglied im Abfallwirtschaftsverband Weiz vom Fach) durch das Gelände führt. Später wird auch noch das ASZ in Waisenegg besucht (durch das Heubodenfest, das dort stattfindet, allen Jugendlichen ein Begriff). Hier ist alles etwas kleiner, das Zentrum steht aber genau wie die anderen Standorte in Birkfeld, Koglhof oder Haslau zu den jeweiligen Öffnungszeiten allen Gemeindebürgern offen.

Re-Use

Alles, was kaputt oder schlichtweg nicht mehr benötigt wird, landet früher oder später als Abfall im ASZ und wird mithilfe der Gemeindearbeiter in die entsprechenden Behälter einsortiert. Die Gemeindearbeiter sind übrigens Vorreiter beim Thema "Re-Use": sie sitzen auf alten, noch funktionstüchtigen Bürostühlen. Es ist angedacht, in Zukunft im ASZ eine Art "Re-Use" Ecke einzurichten, wo noch brauchbare Dinge einen neuen Besitzer finden könnten. "In den Carla-Läden, das sind Second Hand Läden, funktioniert das schon" erzählt Reitbauer. "Re-Use klingt aber besser" sind sich die Jugendlichen einig. Reitbauer erzählt auch davon, dass immer wieder mal jemand auf der Suche nach einem Ersatzteil vorbeikommt.

Ressourcenpark

"Altöl war früher ein Problemstoff, heute ist es ein Wertstoff zur Gewinnung von Biodiesel" erläutert Reitbauer. Dasselbe gilt auch für Papier, Glas, Metall- oder Plastikverpackungen, sie alle können wiederverwertet werden und sind dadurch zu einem Wertstoff geworden. Die Gemeinde muss nur mehr für die Entsorgung von Restmüll, Sperrmüll, Bauschutt und Eternit, Altholz (hier vorwiegend Transportkosten) und für einen Teil der Problemstoffe für die Entsorgung bezahlen. Das führt zum nächsten Schlagwort des Abends: in naher Zukunft wird man wohl nicht mehr vom Müllplatz sprechen, sondern von einem Ressourcenpark. Wenn man an das Gold im Handyschrott denkt, wird das erklärbar: "In Österreich ist das Vorkommen von seltenen Rohstoffe äußerst gering, aber durch Handys, Elektrogeräte etc., in denen eine Vielzahl von wertvollen und seltenen Wertstoffen verarbeitet sind, schaffen wir uns durch Recyclingmaßnahmen unsere eigenen Rohstoffbestände" sagt Bgm. Franz Derler. "Also sparen, sammeln und recyclen!" ruft er auf.

Jeder Fehlwurf kostet

Umso wichtiger ist aber die korrekte Mülltrennung: Für alles, was irrtümlich im Restmüll landet, muss die Gemeinde für die Entsorgung zahlen. Wenn also die Metalldose oder die Plastikflasche, die korrekt gesammelt recycelt werden könnten, im Restmüll landen, dann ist das so, "als würde man bares Geld in den Müll werfen" ärgert sich Stelzer.

Im ehemaligen Gemeindeamt Waisenegg dürfen die Teilnehmer dann bei Maroni und Jause raten, wieviel Müll denn so im Durchschnitt in der Gemeinde Birkfeld zusammenkommt: mit 303 kg sogar deutlich weniger als im Bezirksdurchschnitt von etwa 350 kg.

Gewinner

Schlussendlich werden noch die fleißigsten Teilnehmer bei "Jugend am Wort" prämiert: Bernhard Häusler und Martin Köberl gewinnen je eine Jahreskarte für das Freibad Birkfeld.
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