06.10.2017, 17:09 Uhr

E-Mobility: Der Sprit aus der Steckdose

Wer auf ein Elektrofahrzeug setzt, schont nicht nur die Umwelt, sondern auch seine Geldbörse, denn der "Sprit" aus der Steckdose ist gratis. (Foto: Energie Steiermark)

Immer mehr Autos stehen unter Strom – der Trend hin zu elektrisch betriebenen Kraftfahrzeugen lässt sich nicht mehr aufhalten. Vor allem Weiz ist in der Steiermark bei der E-Mobilität ganz vorne dabei.

Nach Graz und Graz Umgebung hat der Bezirk die meisten Anmeldungen von Elektro-Autos in der Steiermark zu verzeichnen: Waren es 2015 noch 62 angemeldete E-Autos, so waren es Ende 2016 bereits 119. Nur Graz und Graz-Umgebung haben laut Statistik Austria mit 517 und 247 Anmeldungen mehr. Insgesamt gab es in der Steiermark im Vorjahr 546 Neuzulassungen bei Elektroautos, das ist gegenüber 2015 ein Plus von 170 Prozent. Die großen Automobilhersteller wie beispielsweise VW rechnen damit, dass bis 2025 auch in der Steiermark jedes vierte neu zugelassene Auto ein Elektrofahrzeug sein wird.

E-Tankstellennetz-Ausbau

Um dieser Entwicklung mit einem entsprechenden Ausbau der Lademöglichkeiten zu begegnen, arbeitet die Energie Steiermark gerade an einem flächendeckenden Netz an E-Tankstellen. Das Ziel: Bis Mitte 2018 soll alle 15 km eine Zapfsäule erreichbar sein. "Zu den aktuell 361 Ladestellen im Bundesland Steiermark kommen allein bis Jahresende weitere 217 dazu", so Vorstandssprecher Christian Purrer. Auch im Bezirk Weiz ist ein Ausbau des bestehenden Netzes geplant. Derzeit sind elf öffentlich zugängliche Ladestationen in Betrieb, drei weitere sind nun in Arbeit – die erste, in Passail, soll bereits Mitte Oktober fertiggestellt werden. Spätestens Mitte 2018 soll es auch für Birkfeld eine eigene, und in Weiz eine weitere geben.

Geldsparend Umwelt schonen

Wer auf ein Elektrofahrzeug setzt, schont nicht nur die Umwelt, sondern auch seine Geldbörse, denn der "Sprit" aus der Steckdose ist gratis, und der Kauf von elektrisch betriebenen Fahrzeugen wird gefördert: Bei der Fördersumme von gesamt 5.000 Euro je Fahrzeug kommen 4.000 Euro vom Bund und 1.000 Euro vom Land.
Zusätzlich kann man bei der Stadtgemeinde Weiz im Büro für Umwelt und Mobilität eine Fördersumme von 500 Euro beantragen – dafür notwendig sind nur die persönlichen Daten und der Zulassungsschein. Auch der Kauf eines E-Bikes wird von Weiz übrigens gefördert – 100 Euro winken dem Käufer, wenn er ganz formlos eine Rechnungskopie einreicht.

E-Tankstellen-App

Für alle, die bereits mit Strom unterwegs sind, gibt es übrigens eine App, die einem anzeigt, wo die nächste Zapfsäule auf einen wartet. Zu den verschiedenen QR-Codes geht es hier.
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