Studie von Boku und TU
Hitze im urbanem Wien auch ein soziales Problem

Ein neues Projekt der Boku und der TU Wien zeigt auf, dass die durch den Klimawandel kommende Hitze auch zu sozialen Problemen führt.  | Foto:  Gerhard Wild / picturedesk.com
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  • Ein neues Projekt der Boku und der TU Wien zeigt auf, dass die durch den Klimawandel kommende Hitze auch zu sozialen Problemen führt.
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Wissenschaftler der Boku und der TU Wien untersuchten im Rahmen des Projekts "UrbanHeatEquality" das urbane Hitzeproblem. Mit den zunehmend heißer werdenden Sommern im dicht bebauten Raum tun sich auch soziale Herausforderungen auf.

WIEN. Die zunehmende Hitze ist nach den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität für Bodenkultur Wien (Boku) und der Technischen Universität Wien (TU) das größte klimawandelbedingte Gesundheitsrisiko in der Stadt. Die Forschenden untersuchten deswegen im Rahmen des Projekts "UrbanHeatEquality", wie Hitze und die soziale Verwundbarkeit sich überschneiden. 

„Unser Projekt zeigt, dass das urbane Hitzeproblem nicht nur eine klimatische, sondern auch eine soziale Herausforderung ist. Besonders gefährdete Gruppen – darunter Kinder, ältere Menschen und Pflegebedürftige – sind den größten Risiken ausgesetzt“, betont Projektsprecher Maximilian Muhr von der Boku.

Mehr Grün in inneren Bezirken

Eines der Forschungsergebnisse ist, dass größere, zusammenhängende Grünflächen primär in den äußeren Bezirken Wiens zu finden sind. Parks und kleinere Grünlagen sind zwar gleichmäßiger verteilt über die Stadt, reichen nach den Forschenden jedoch nicht aus, um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht zu werden. Vor allem ältere Menschen, Personen mit chronischen oder psychischen Erkrankungen sowie sozioökonomisch benachteiligte Gruppen müssen Zugang zu Grünflächen, kühlen Innenräumen und hitzeangepasster Infrastruktur erhalten, meint Muhr. 

Größere, zusammenhängende Grünflächen sind laut den Studienergebnissen primär in den äußeren Bezirken Wiens zu finden. | Foto: Heinrich Moser
  • Größere, zusammenhängende Grünflächen sind laut den Studienergebnissen primär in den äußeren Bezirken Wiens zu finden.
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Eine weitere Möglichkeit zur Hitzereduktion beinhaltet die gezielte Bepflanzung von Straßen mit Bäumen. Jedoch zeigen Ergebnisse, dass viele der Bäume noch einen unterdurchschnittlichen Kronendurchmesser haben, da sie erst kürzlich gepflanzt wurden und so das volle Potenzial zur Kühlung bisher nicht entfalten konnten. 

Einige Bezirke besonders betroffen

Einkommensschwache und erwerbslose Menschen leben überproportional häufig in stark hitzebelasteten Stadtteilen und das primär in den Bezirken 2., 10., 15., 16. und 20. Dort stehen auch weniger Ressourcen für die Bevölkerung zur Verfügung, um der Hitze zu entkommen. Die Projektmitarbeitenden sehen deswegen eine Notwendigkeit, Informationen zum Schutz vor Hitze in zugänglicher Form an zielgruppenspezifischen Anlaufstellen wie Apotheken, Sozialmärkten sowie Büchereien zur Verfügung zu stellen. 

Gewisse Gruppen haben weniger Zugang zu hitzeschützenden Maßnahmen, so die Studienautoren. | Foto: Wiener Wasser/Zinner
  • Gewisse Gruppen haben weniger Zugang zu hitzeschützenden Maßnahmen, so die Studienautoren.
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Darüber hinaus sehen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein weiteres Defizit in der unzureichenden Einbindung von hitzevulnerablen Gruppen in Begrünungsprojekten. Laut dem Projekt fehle es an Beteiligungsformaten oder gezielten Kommunikationsstrategien, um die Anliegen von besonders betroffenen Personen in den Entscheidungsprozess einfließen zu lassen. Dies kann die Effektivität der Maßnahmen zur Hitzeminderung erheblich verringern.

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Ein neues Projekt der Boku und der TU Wien zeigt auf, dass die durch den Klimawandel kommende Hitze auch zu sozialen Problemen führt.  | Foto:  Gerhard Wild / picturedesk.com
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