Romantischer Bründlweg Pogusch
Ein „liegendes Baumhaus“ als Besuchermagnet für die Region
- Karl Wenzel und Karin Schäffer präsentieren stolz ihre neuestes Projekt am Romantischen Bründlweg am Pogusch: das liegende Baumhaus.
- Foto: MeinBezirk/Angelika Kern
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Am Einstieg zum Bründlweg direkt auf der Passhöhe Pogusch entsteht derzeit "das liegende Baumhaus" – ein neuer Besucher-Terminal mit Wissenswertem nicht nur über den Bründlweg, sondern gleich über die ganze Region.
ST. LORENZEN IM MÜRZTAL/TURNAU/KAPFENBERG. Dort, wo bisher der "Schuh-Stall" ein doch etwas trauriges Dasein fristete – weil kaum jemand seine Schuhe dort abstellte, um den rund zehn Kilometer langen Romantischen Bründlweg tatsächlich wie vorgesehen komplett barfuß in Angriff zu nehmen – entsteht derzeit etwas komplett Neues; etwas, das es in dieser Form in unserer Region wohl noch nicht gegeben hat: das "liegende Baumhaus".
Das liegende Baumhaus
Es ist wieder eine dieser speziellen Ideen, für die Bründlweg-Obmann Karl Wenzel ja schon allseits bekannt ist. Dieses Mal aber ist ihm Schriftführer Karin Schäffer zuvor gekommen, von ihr stammt nämlich die Idee eines Informations-Terminals. "Ich denke mir schon von Anfang an, dass es nicht schlecht wäre, wenn unsere Besucherinnen und Besucher gleich beim Einstieg alle wichtigen Informationen auf einen Blick bekommen würden: Welche Jausenstationen gibt es? Wer hat gerade offen? Das ganze möglichst auf einen Blick, auf einem Bildschirm. Die Frage war nur: wie verbaut man einen solchen Touchscreen am besten", erzählt Karin Schäffer ihren Grundgedanken.
- Das liegende Baumhaus bietet Besucherinnen und Besucher künftig Wissenswertes aus der Region auf einen Blick.
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Die meisten solcher Terminals sind dann in Säulenform zu finden. "Das wollten wir aber nicht. Wir wollten etwas Besonderes, etwas, das man von weitem sieht und etwas, das auch Wind und Wetter aushält", erklärt Schäffer weiter. Und weil ja die Baumhäuser von Heinz Reitbauer nicht weit weg sind, ist man auf den Gedanken gekommen, die Form der Baumhäuser zu verwenden, also Säulen – aber eben liegend und darin den Bildschirm auf charmante Art und Weise zu verpacken. Dieses liegende Baumhaus wird derzeit gerade errichtet, und zwar von der Firma Zündel.
Informations-Terminal
Bei einem Lokalaugenschein direkt auf der Baustelle erklärt Karl Wenzel stolz, was das liegende Baumhaus so alles bietet: "Zentraler Punkt ist natürlich der Bildschirm mit allen Informationen, davor gibt es schattige Sitzgelegenheiten mit Blick aufs gegenüberliegende Steirereck. Direkt vor dem Baumhaus wird ein überdimensionales, 1.800 kg schweres Steiermark-Herz aus Eisen errichtet, durch das man auch durchgehen kann und das den Blick direkt aufs Wirtshaus richtet." Errichtet wird dieses nach den Plänen von Andreas "Jimmy" Patzelt von Bernhard Fellner. Kostenpunkt des gesamten Projektes: rund 100.000 Euro.
- Direkt gegenüber liegt das Wirtshaus Steirereck.
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Finanziert wird das Ganze einerseits aus Förderungen vom Land Steiermark und Förderungen aus dem Leader-Topf. Den Rest, nämlich rund die Hälfe davon, stemmen die Bründlwegbauern selbst. Aber auch da ist wieder eine findige Idee im Spiel: "Wir möchten den Besucherinnen und Besuchern ja nicht nur Infos über den Bründlweg, sondern über die ganze Region zukommen lassen: Wo gibts Übernachtungsmöglichkeiten? Wo kann ich essen gehen? Welche Wanderwege gibt's in der Region? Welche Veranstaltungen finden in nächster Zeit statt? Welche Städte liegen in der Nähe? Welche Unternehmen gibt's in der Region? Usw., damit die Gäste alles auf einen Blick erfahren. Diese Infos kann man als Interessierten mittels Werbung einspielen lassen – diese Werbeeinnahmen sollen uns bei der Finanzierung unterstützen", so Wenzel.
Großer Werbewert
Und das dürfte sich wohl auch lohnen, denn täglich fahren tausende Autos über den Pogusch, der neue Terminal steht an sehr prominenter Stelle direkt auf der Passhöhe und wird wohl nicht zu übersehen sein. "Uns war wichtig, etwas zu machen, von dem alle etwas haben, denn wir sind der Meinung, dass es sehr nachhaltig ist, wenn wir in der Region zusammenarbeiten", erklärt Schäffer. "Außerdem muss man mit der Zeit gehen und sich immer etwas einfallen lassen. Aber am besten ist es, wenn man seiner Zeit sogar etwas voraus ist, und das sind wir mit diesem Projekt auf alle Fälle", sind sich Schäffer und Wenzel einig.
- Derzeit ist noch Baustelle, errichtet wird das Baumhaus von der Firma Zündel.
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Übrigens: bei dieser Gelegenheit gleich der Hinweis auf die nächste große Veranstaltung am Bründlweg, nämlich auf die große Bründlweg-Kulinarik am 29. und 30. August.
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