Jagddrama in St. Marein
Hund bei Fuchsjagd erschossen - Jäger dachte, es sei ein Fuchs
- Von einem Hochsitz aus im Gemeindegebiet von St. Marein lauerte der Jäger auf Füchse.
- Foto: Symbolbild panthermedia/hadot
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Bereits am Dienstagabend kam es in St. Marein im Mürztal zu einem Vorfall bei einer Fuchsjagd. Ein Hund wurde dabei erschossen. Laut dem Jäger habe es sich um einen Irrtum gehandelt. Der Jäger erstattete Selbstanzeige.
ST. MAREIN. Bei einer Fuchsjagd wurde in St. Marein ein Hund erschossen. Der Jäger habe das Tier in der Dunkelheit für einen Fuchs gehalten, niemals würde er wissentlich auf einen Hund schießen, wie er gegenüber MeinBezirk betont.
Laut Polizeiaussendung hatte der vierjährige Husky/Australian Shepherd-Mischling das nicht umzäunte Grundstück, wenige hundert Meter entfernt, in Richtung der Wiese wo sich auch der Hochstand befindet, alleine verlassen. Ein Posting einer beteiligten Person sorgte auf Facebook für Aufregung. Der Beitrag wurde mittlerweile gelöscht.
- Dieser vierjährige Husky/Australian Shepherd-Mischling wurde in St. Marein erschossen.
- Foto: Privat
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"Die Silhouette passte"
"Für mich war es ein Fuchs, den ich gesehen habe, kein Hund. Niemals würde ich auf einen Hund schießen", betont der Jäger auf Nachfrage von MeinBezirk. Kurz vor dem Vorfall hätten sich bereits zwei Füchse blicken lassen, weshalb er von der Rückkehr einer der beiden ausging. "Die Silhouette passte. Dass es sich um einen Hund handelt, habe ich erst bei der Nachschau gesehen", so der 48-Jährige.
Nach dem Vorfall hat der Jäger eine Selbstanzeige bei der Polizei gemacht und einen Alkoholtest durchführen lassen, der negativ ausfiel. Der Vorfall wird der Staatsanwaltschaft sowie der Bezirkshauptmannschaft nun in Form einer Sachverhaltsdarstellung angezeigt.
Beitrag auf Facebook
In dem Posting auf Facebook einer der beteiligten Personen war zu lesen: Trotz der gut sichtbaren Sicherheitskennzeichnung erlag das Tier noch am Ort des Geschehens seinen Verletzungen. Der Vorfall wirft Fragen hinsichtlich der Identifizierung von Tieren sowie der Einhaltung der gebotenen Sorgfaltspflicht im Rahmen der Jagdausübung auf."
Auf Nachfrage von MeinBezirk bei jener Person, die an diesem Abend den Hund in ihrer Obhut hatte, sagt sie: "Der Jäger konnte damit rechnen, dass da ein Hund ist, wir sind kurz vor dem Vorfall an dem Hochsitz vorbeispaziert; mit beiden Hunden und Pferd und da hat er uns wahrgenommen. Er wusste auch, dass wir dort wohnen und zwei Hunde haben."
Fuchsköder ausgelegt
Schon seit Jahren kämpfe man mit der Fuchsräude, weshalb der Jäger auch an diesem Abend vor Ort gewesen sei und sie hätte bejagen wollen. Dafür habe man auch Fuchsköder ausgelegt. Laut Polizei seien die Anrainer darüber informiert worden, dass auch Köder ausgelegt werden. MeinBezirk hat auch beim zuständigen Aufsichtsjäger und Gemeindejagd Mürzhofen-Pächter nachgefragt.
"Der Hund war nicht angeleint und ca. 350 Meter vom Haus weg alleine unterwegs. Der Jäger hat nicht damit rechnen können, dass da ein Hund alleine daherkommt. Die gespitzten Ohren wie auch die 'Lunte' hat gepasst."
Der zuständige Aufsichtsjäger und Gemeindejagd Mürzhofen-Pächter
- Viele der Füchse leiden an der Fuchsräude und Fuchsstaupe.
- Foto: Panthermedia/moodboard
- hochgeladen von Angelina Koidl
Räude und Staupe
Die Fuchsjagd sei nur möglich, wenn Schnee liegt. "Denn so wird Mond- und Umgebungslicht reflektiert und die Sicht in der Dunkelheit verbessert", erklärt der Aufsichtsjäger. Man müsse schauen, dass die Fuchspopulation stark minimiert werde, da viele Tiere an der Fuchsräude und Fuchsstaupe leiden und damit qualvoll verenden würden.
Nach diesem Vorfall habe der Aufsichtsjäger und Gemeindejagd-Pächter genug. Er wird diesen Hochsitz in St. Marein demnächst abbauen.
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