Wichtiger Schritt
Land sichert Kapfenberger Industrie mit umweltfreundlichem Strom ab
- Das Land Steiermark hat im Stadtgebiet von Kapfenberg so genannte Energie-Sonderstandorte festgelegt.
- Foto: unsplash / American Public Power Association
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Das Land Steiermark hat Energie-Sonderstandorte im Stadtgebiet von Kapfenberg ausgewiesen. Damit ist ein örtliches Genehmigungsverfahren durch die Gemeinde nicht mehr notwendig und eine Errichtung von PV-Anlagen wesentlich rascher möglich.
KAPFENBERG. Die Energiewende vorantreiben, das ist eines der Ziele der steirischen Landesregierung. Um diese möglichst rasch weiterzubringen und um für Interessenten mühsame behördliche Wege abzukürzen, wurden nun sogenannte Energie-Sonderstandorte im Gemeindegebiet von Kapfenberg festgelegt und damit zusätzliche Flächen für die Errichtung großflächiger Photovoltaik-Freiflächenanlagen geschaffen.
Rechtliche Grundlage dafür ist das Steiermärkische Raumordnungsgesetzes, das Ziel ist die Versorgungssicherheit für energieintensive Betriebe zu stärken.
Erweiterung und Neuerrichtung
Konkret geht es um eine Standorterweiterung der „Deponie Emberg" sowie einen neu festgelegten Standort „Emberg Süd"; die beiden Flächen umfassen gemeinsam insgesamt rund 66 Hektar.
- Die Errichtung bzw. der Ausbau von Photovoltaik-Anlage kann dadurch rascher vorangetrieben werden.
- Foto: pexels / Los Muertos Crew
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Der Vorteil für die Betreiber: Durch die Festlegung als Sonderstandort ist ein örtliches Widmungsverfahren der Gemeinde nicht mehr erforderlich, wodurch Projektumsetzungen wesentlich rascher möglich werden. Der auf den Flächen erzeugte Strom kann direkt vor Ort für betriebliche Prozesse genutzt werden, ohne das öffentliche Stromnetz zusätzlich zu belasten. Beide Standorte sind wenig einsichtig und stellen durch ihre Festlegung als technisch-baulich vorbelastete Flächen keine hochwertigen landwirtschaftlichen Produktionsflächen dar.
Zugleich wurden für beide Standorte eine strategische Umweltprüfung samt Umweltbericht durchgeführt. In der Verordnung sind zudem Minderungsmaßnahmen vorgesehen, die bei der Projektumsetzung zu berücksichtigen sind und eine standortangepasste Einbindung in den Natur- und Landschaftsraum sicherstellen sollen. Dazu zählen etwa Bepflanzungen soweit Maßnahmen zur Verbesserung von Lebensräumen für Tiere und Pflanzen.
Energiewende rasch vorantreiben
Landesrat Stefan Hermann betont die Bedeutung der Maßnahme: „Mit der Ausweisung dieser Energie-Sonderstandorte schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass erneuerbare Energie dort entstehen kann, wo sie für die industrielle Entwicklung der Steiermark besonders wichtig ist. Damit stärken wir den Standort, unterstützen die Transformation unserer Betriebe und leisten zugleich einen konkreten Beitrag zum weiteren Ausbau der Photovoltaik in unserem Land.“
- LH-Stv. Manuela Khom und Landesrat Stefan Hermann.
- Foto: Land Steiermark/Binder
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Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom hob den wirtschaftlichen Stellenwert hervor: „Die Steiermark braucht eine sichere, leistbare und nachhaltige Energieversorgung, um auch künftig ein starker Wirtschafts- und Industriestandort zu bleiben. Mit den Energie-Sonderstandorten schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass Projekte rascher umgesetzt werden können und erneuerbare Energie genau dort erzeugt wird, wo sie gebraucht wird. Gleichzeitig achten wir darauf, bereits vorbelastete Flächen zu nutzen und Natur- sowie Landschaftsschutz von Anfang an mitzudenken. So verbinden wir wirtschaftliche Entwicklung mit einem verantwortungsvollen Umgang mit unseren Ressourcen.“
Die Verordnungsentwürfe liegen seit gestern für acht Wochen zur öffentlichen Begutachtung auf. Im Anschluss werden eingelangte Stellungnahmen eingearbeitet, ehe sich der Raumordnungsbeirat und danach die Landesregierung mit dem Vorhaben befassen.
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