13.09.2014, 21:10 Uhr

Ausnahmezustand in Heimschuh in der Südsteiermark

Hochwasseralarm: Waltraud Fischer, Redakteurin der WOCHE Leibnitz, hat am 13. September den Ausnahmezustand in ihrer Heimatgemeinde festgehalten.
Der Wasserpegel der Sulm ist beängstigend und die Feuerwehren der umliegenden Gemeinden stoßen im Ortszentrum von Heimschuh an die Grenzen. Die Gewässeraufsicht des Landes machte sich vor Ort ein Bild. Es ist nach 20.15 Uhr und es regnet, regnet und regnet....

Dauereinsatz der Feuerwehren

Stark getroffen wurde im Bezirk Leibnitz neben dem Sulmtal auch der Raum Gamlitz (hier kam es u.a. sogar zu Hangrutschungen), Leutschach, St. Johann im Saggautal, Oberhaag, Großklein, Leutschach, Kaindorf und Leibnitz. Fast 24 Feuerwehren standen bereits in den Mittagsstunden im Einsatz.


Auspumpen, Reinigen und zahlreiche Folgeeinsätze


Die heftigen Regenfälle, die am 13. September 2014 für enorme Schäden und zahlreiche Einsätze der Feuerwehren im Bezirk Leibnitz sorgten, finden noch kein Ende. Die Feuerwehren arbeiteten am 14. September weitere Schäden auf, helfen bei Evakuierungen und beginnen mit Aufräumen und Reinigungsarbeiten.

Die Wassermassen, die den Bezirk Leibnitz heimsuchten, und 24 Feuerwehren mit über 400 Einsatzkräften den ganzen Tag auf beschäftigten, fanden in der Nacht auf den 14. September kein Ende.

23 Alarmierungen sorgten für ein starkes Einsatzsaufkommen in der Nacht.


Abschnitt 1:

In Leibnitz musste die Feuerwehr überflutete Straßen sperren und rückte zur Evakuierung eines Pfadfinderlager aus. Auspumparbeiten in Kellern erweiterten das Einsatzgeschehen.

In Untergralla bemüht sich die Feuerwehr die Wassermassen bei einen Reitstall in den Griff zu bekommen und die Pferde in Sicherheit zu bringen.

In Seggauberg beschäftigte sich die Feuerwehr mit dem füllen von Sandsäcken für Sicherungsarbeiten.

Die Feuerwehr Kaindorf an der Sulm rückte zu Auspumparbeiten aus. Weiters musste die Feuerwehr bei der Evakuierung von Personen helfen, die nicht mehr ich ihre Wochenendhäuser beim Sulmsee durften, berichtet ABI Kurt Happer.


Abschnitt 4:

Die Feuerwehr Leitring und Wagna füllten 400 Sandsäcke um an einigen Wohnhäusern das eindringen von Wasser zu verhindert. Leider kam es hier zu einem besonderen Unfall, trotz Absperrung der Straße für der Lenker in die überflutete Straße blieb mit seinem Fahrzeug stecken, erzählt ABI Anton Platz.

Abschnitt 6:

ABI Johann Hammer rückte schon gegen 7.00 Uhr mit seinen Einsatzkräften aus um weitere Reinigungs- und Aufräumungsarbeiten durchzuführen. Laut Auskunft von Hammer in Großklein soweit alle Straße von des Wassermassen frei.

In St. Johann im Saggautal wo sich gestern enorm viel Wasser ansammelte das zu vielen Schäden führte hat sich die Lage über die Nacht entspannt. Auch hier arbeiteten die Einsatzkräfte durch um Gerätschaften zu reinigen um heute mit weiteren Aufräumungsarbeiten fortzufahren. Resch: „Die Wassersituation hat sich entspannt, aber alles ist verdreckt und verschlammt. Die Umfahrungsstraße bleibt weiterhin gesperrt, die Aufräumungsarbeiten hier werden am Montag mit der Feuerwehr und der Straßenmeisterei durchgeführt.“ Größere Sorge bereitet dem Hauptbrandinspektor die Situation mit den zahlreichen Hangrutschungen. Hier mussten Personen über die Nacht ihre Häuser verlassen und dürfen nur am Tage nur kurz zurück um das notwendigste zu holen.


Abschnitt 7:

Hier standen die Feuerwehren in Heimschuh die ganze Nacht im Einsatz erzählt ABI Dietmar Schmidt, weiters kam es in Kitzeck zu einer Hangrutschung.

Auch hier in Heimschuh gehen die Wassermassen zurück erzählt HBI Karl Posch, die Hartlieb Ölmühle die gestern noch einen Meter unter Wasser stand, stand heute früh um 7.00 Uhr nur mehr 40 cm unter Wasser. Posch: „Wir haben die Feuerwehr Arnfels alarmiert um weitere Auspumparbeiten durchzuführen.“


Abschnitt 8:

Die Feuerwehr Neudorf o. W. und Wildon begannen mit dem Füllen von Sandsäcken. Hier waren vor allem Wohnhäuser und das Sportzentrum in Gefahr, berichtet ABI Gottfried Rosenzopf. In Lang kam es zu einer Hangrutschung bei einem Weingarten. Die Laßnitz hat für Überschwemmungen gesorgt, Stangersdorf und die Langer-Brücke können nicht befahren werden.

Mehr Infos und Fotos zum Hochwasser

LH Franz Voves zu Besuch in Heimschuh
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Susanne Veronik aus Deutschlandsberg | 17.09.2014 | 11:37   Melden
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