Online-Test: Wie Sie Ihren Handyvertrag richtig kündigen

Den Mobilfunkanbieter zu wechseln ist heutzutage sehr unkompliziert. Nur bei der Kündigung des Vertrags bekommt man manchmal Steine in den Weg gelegt.
  • Den Mobilfunkanbieter zu wechseln ist heutzutage sehr unkompliziert. Nur bei der Kündigung des Vertrags bekommt man manchmal Steine in den Weg gelegt.
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Zunächst vorweg: Vertragskündigungen müssen schriftlich eingereicht werden - eine bloße E-Mail oder eine telefonische Kündigung sind nicht möglich. Wir haben uns in die Rolle eines kündigungswilligen Kunden versetzt und uns auf den Homepages der fünf österreichischen Mobilfunkanbieter, bei denen man Handyverträge mit Bindung abschließen kann, auf die Suche nach einer Anschrift bzw. Faxnummer gemacht: Drei, A1, Telering, T-Mobile und RedBull Mobile.

Die Annahme für den folgenden Online-Test war, dass Telekommunikationsanbieter ihren Kunden natürlich den Ausstieg aus dem bestehenden Vertrag möglichst schwer machen wollen. Jeder Kunde ist ja hoffentlich König.

* Fall eins: Drei

Gibt man im Suchfeld auf der Homepage "Vertrag kündigen" ein, so wird man zunächst gefragt, aus welchen Gründen man kündigen möchte. Ist der Gerätepreis zu hoch, der Tarif zu teuer, die Netzqualität zu schlecht oder möchte man ins Ausland ziehen? In allen Fällen wird man auf ein Kontaktformular hingewiesen mit der Versicherung, man finde gemeinsam mit seinem Kundenberater bestimmt eine zufriedenstellende Lösung. Ausnahme: Man gibt an, der Grund für den Ausstieg sei ein Sterbefall. Hier wird man sofort auf eine Seite weitergeleitet, die einem die korrekte Postanschrift offenbart. Wer es weniger makaber mag, kann auch unter dem öfter angeführten Link "FAQ - Kündigung" zur Adresse gelangen.
Fazit: Infos zur konkreten Übermittlung der Kündigung findet man in den FAQs oder wenn man einen Sterbefall angibt.

* Fall zwei: A1

Gibt man auf der Website von A1 den Suchbegriff "Vertrag kündigen" ein oder sucht man nach Informationen unter "Hilfe und Kontakt", bekommt man eigentlich immer eine ähnliche Antwort: "Wir würden bedauern, Sie als Kunden zu verlieren. Wir beraten Sie mit unserem Rückrufservice gerne." Auch nach längerer Suche konnten wir keine Postanschrift finden. Schließlich haben wir herausgefunden, dass die Adresse auf der Rechnung zu finden ist.
Fazit: A1 macht es einem sehr schwer, eine Kündigung zu versenden, indem Online einfach keine Adresse oder Fax-Nummer auffindbar ist.

* Fall drei: Telering

Äußerst vielversprechend gelangt man bei Telering sehr rasch zu dem Link "Alles Wissenswerte zur Kündigung". Hier findet man alle Informationen zum Ablauf der Kündigung – außer die Adresse. Der verstecke Clou hier ist, auf den Link zu klicken, bei dem man darauf hingewiesen wird, dass es "keine Faxnummer" gibt. Durch diesen Link gelangt man auf eine Seite, auf der die Postanschrift steht. Oder man gibt im weiteren Schritt an, dass man wegen einem Sterbefall kündigen möchte. Das funktioniert auch hier.

* Fall vier: T-Mobile

Auf der Website von T-Mobile bekommt man sofort tatkräftige Unterstützung von der Assistentin "Tinka". In einem aufploppenden Suchfeld wird man sofort auf einen Link aufmerksam, der verspricht, dass man alles Wissenswerte zur Kündigung erfährt. Ein Klick darauf und es stimmt – aber auch hier keine Adresse. Der Hinweis, es gebe "keine Faxnummer" erinnert uns an den Fall von Telering. Deshalb klicken wir drauf. Und siehe da: Adresse gefunden, Problem gelöst!

* Fall fünf: RedBull Mobile

Gibt man auf der Homepage von RedBull Mobile den Suchbegriff "Vertrag kündigen" ein, erhält man keinerlei Suchergebnisse, die thematisch auf Informationen zur Kündigung hinweisen. Bei der Suche unter Kontakten findet man keine Adresse, unter FAQs keine Informationen, die mit einer Vertragskündigung zu tun haben. RedBull Mobile ist somit in unserem Online-Test der einzige Vertragsanbieter, bei dem wir auch im Nachhinein ratlos sind, wohin wir unser Kündigungsschreiben schicken können.

Zusammenfassung

Natürlich versuchen Mobilfunkanbieter, ihre Kunden zu halten. Doch möchte man seinen Vertrag – aus welche Gründen auch immer – kündigen, ist die Suche auf den Webseiten aufwendig. Damit Sie sich diese Zeit sparen können, gibt es online Seiten, auf denen man sein Kündigungsschreiben automatisch generieren kann. Auch wenn man dort nicht seine Kontaktdaten hinterlassen möchte, findet man dennoch blitzschnell gesammelt alle richtigen Adressen.

Autor:

Julia Schulz aus Innere Stadt

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