Fachräftemangel
Österreich möchte mehr Fachkräfte aus Osteuropa anlocken

"In Zukunft werden wir nicht nur für den Investitionsstandort, sondern auch für den Arbeitsmarkt Österreich werben", betonte Wirtschaftsministerin Elisabeth Udolf-Strobl
  • "In Zukunft werden wir nicht nur für den Investitionsstandort, sondern auch für den Arbeitsmarkt Österreich werben", betonte Wirtschaftsministerin Elisabeth Udolf-Strobl
  • Foto: BMDW/HBF/Clemens Schwarz
  • hochgeladen von Adrian Langer

Die im Vorjahr vom Wirtschaftsministerium gegründete Agentur Austrian Business Agency (ABA) soll verstärkt für österreichische Unternehmen Fachkräfte aus dem Ausland anlocken.  Vor allem Osteuropa liegt im Fokus.

ÖSTERREICH. Dem Thema Fachkräftemangel war im Programm der gesprengten Regierung ein großes Kapitel gewidmet. Laut einer Studie finden 83 Prozent der heimischen Mittelstandsunternehmen keine geeigneten Fachkräfte. René Siegl, Geschäftsführer der ABA spricht von "40 Prozent der Unternehmen, die bereits Umsatzeinbußen beklagen".

Osteuropa im Fokus

Österreich kann den Fachkräfte-Bedarf "nicht alleine aus dem Inland decken, deshalb brauchen wir hier einen qualifizierten Zuzug", so Wirtschaftsministerin Elisabeth Udolf-Strobl . Ausgestattet mit einem Budget von 7,3 Millionen Euro sollen im ersten Schritt IT-, Metall-, Elektro-Fachkräfte aus Polen, Rumänien, Bulgarien angesprochen werden. Jobmessen in Poland sollen beispielsweise das Image Österreichs für Technikabsolventen aufwerten. Denn gerade bei hochqualifizierten Arbeitskräften liegt Österreich nach einer OECD-Studie nur im Mittelfeld. Derzeit stammen die meisten ausländischen Fachkräfte in Österreich aus Deutschland, gefolgt von Serbien, der Türkei und Rumänien.

Wettkampf um die besten Kräfte

Man sei sich der politischen sensiblen Lage bewusst, wenn Österreich beispielsweise Fachkräfte aus Polen anlocken möchte, obwohl zeitgleich Polen händeringend selber nach Personal wiederum in Ukraine sucht, so Siegl. Deshalb werden intensive Gespräche mit polnischen Universitäten geführt, um Studierende dort von einer längerfristigen Anstellung in einem österreichischen Unternehmen zu überzeugen. Sobald sie nach Polen zurückkommen, sollen sich die Jobchancen der Studierenden am polnischen Arbeitsmarkt erhöhen.

Ein Verdrängungseffekt von heimischen Arbeitskräften wird sich nach Ansicht der Ministerin nicht einstellen, da bereits 162.000 Stellen offen seien und weniger als die Hälfte davon können unmittelbar besetzt werden. 

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