Sanierer Grossnig übernimmt
Signa-Manager Herzberg "fristlos gekündigt"
- Die Signa Holding meldete am 29. November Insolvenz am Handelsgericht in Wien an. Jetzt wurde Top-Manager Timo Herzberg fristlos gekündigt.
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Der bisherige CEO der SIGNA Prime Selection AG und der SIGNA Development Selection AG, Timo Herzberg, wurde Montagabend mit sofortiger Wirkung entlassen.
ÖSTERREICH. Der angeschlagene Signa-Konzern von René Benko hat "Timo Herzberg mit sofortiger Wirkung seinen Funktionen als CEO in SIGNA Prime Selection AG und in SIGNA Development Selection AG enthoben". Darüberhinaus wurde Herzberg fristlos gekündigt. Das teilte der Konzern Montagabend in einer Aussendung mit.
Erhard Grossnig übernimmt die Funktion als Sprecher des Vorstandes in beiden Immobiliengesellschaften. Die Aufgabenstellung bleibt die gleiche: Grossnig wird die Sanierungs- und Restrukturierungsschritte für die beiden Immobiliengesellschaften fortsetzen, wie es weiter heißt.
"Verdacht auf grobe Pflichtverletzungen"
Die Entscheidung über die fristlose Kündigung Herzbergs wurde in der außerordentlichen Aufsichtsratssitzungen am Montag gefällt. Als Grund nannte der Signa-Konzern den "dringenden Verdacht auf grobe Verletzungen der Pflichten als Vorstandsmitglied".
- Timo Herzberg war CEO zweier Signa-Gesellschaften. Jetzt wurde er vom Aufsichtsrat fristlos gekündigt.
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"Leider mussten wir diese Entscheidung treffen und diesen harten Schritt setzen. Die Verdachtslage war eindeutig und ließ den Aufsichtsräten keine andere Wahl. Gerade in den herausfordernden Zeiten bedarf es 100-prozentiges Vertrauen in die handelnden Personen und Geschlossenheit bei den Entscheidungen", wird Alfred Gusenbauer, Aufsichtsratsvorsitzender sowohl der SIGNA Prime Selection AG als auch der SIGNA Development Selection AG, in der Aussendung zitiert.
Gusenbauer hofft auf Grossnig
Mit Grossnig habe man einen "hervorragender Fachmann und Spezialist in Fragen der Sanierung". Der ehemalige SPÖ-Kanzler setze große Hoffnungen auf den Sanierer, der "in seiner jahrzehntelangen Karriere bislang dutzende Sanierungsfälle begleiten und große Erfolge erzielen" konnte.
Die beiden Signa-Gesellschaften benötigen jetzt "Ruhe und Ordnung". "Mit diesem nächsten konsequenten Schritt schaffen wir weiteres Vertrauen in der jetzigen Situation. Die Qualität des SIGNA-Prime-Portfolios ist hervorragend, die Entwicklungsperspektive der Development-Projekte, die in den Toplagen der deutschsprachigen Metropolen liegen, ist sehr gut“, so Gusenbauer.
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