Sie gilt als Heilquelle
Stainzer Johannesquelle in neuem Glanz

Die Historie ist im "Ringbuch" nachzulesen: Ernst Kahr, Karl Dudek (v.l.)
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Der Platz rund um den Brunnen der Johannesquelle hat sich deutlich verbessert. Die Mitarbeiter des Wirtschaftshofes der Marktgemeinde haben Hand angelegt und Tische, Bänke und Blumenarrangement erneuert und den Wassertretbereich mit einem neuen Nirosta-Geländer ausgestattet. „Die Quelle ist bei den Menschen sehr beliebt“, überzeugte sich Gemeindekassier Ernst Kahr am vergangenen Samstag vom Zustand der Anlage.
Den historischen Hintergrund der Quelle rückte Karl Dudek, Obmann des Vereins Viana Styria, in den Mittelpunkt. Das heilende Wasser – wie im aufliegenden „Ringbuch“ zu lesen - war bereits den Römern bekannt, wie ein Münzfund im Bereich der Quelle nahelegt. Sie dürfte auch in der Folgezeit genutzt worden sein, ein entsprechendes Datenmaterial liegt aber nicht vor. Um 1400 gelangte das Areal in den Besitz des Chorherrenstiftes Stainz, in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts wird von mehreren Quellfassungen berichtet. 1840, mit dem Kauf von Schloss Stainz, ging die Quelle in den Besitz von Erzherzog Johann über. 1875 wurde die Quelle neu gefasst und ein kleines Kurbad entstand. 1933 bekam der Badebetrieb Aufwind, als das Wasser als Heilquelle anerkannt wurde. Mit 1970 wurde der Kurbäder betrieb aber gänzlich eingestellt, das Wasser über Flaschenbetrieb aber weiter genutzt.
Heute kann Heilwasser frei entnommen werden und auch das Wassertreten ist frei zugänglich. Als Hauptanwendungsgebiet des schwefelhaltigen Calcium-Natrium-Hydrogencarbonat-Säuerlings gelten Krampfadern und Durchblutungsstörungen.

Autor:

Gerhard Langmann aus Deutschlandsberg

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