Laudatio Professorin Ingeborg Pock
Vernissage Helga Faßwald im Stainzer Krois-Haus
- Helga Faßwald zeigte sich erfreut über den guten Besuch
- Foto: Gerhard Langmann
- hochgeladen von Gerhard Langmann
Die Vernissage der Bilderausstellung von Helga Faßwald im Stainzer Krois-Haus war sehr gut besucht. Hausherrin Petra Krois-Ninaus begrüßte die Gäste, Professorin Ingeborg Pock sprach die Laudatio, den musikalischen Rahmen bildeten Kristin Haas und Alfred Schwarz (beide Geige).
STAINZ. Immer wieder gelingt es Petra Krois-Ninaus, Künstlerinnen in ihr Haus zu holen, die auf den ersten Blick nicht mit dem Metier Malerei in Verbindung gebracht werden. Man könnte diese Gabe auch als Begabtenförderung einordnen. Im konkreten Fall handelte es sich um Helga Faßwald, die im Krois-Haus ihre erste öffentliche Ausstellung absolvierte. „In ihrem Geschäft auf dem Hauptplatz und im Gewerbepark habe ich sie des Öfteren getroffen“, informierte Petra Krois-Ninaus in ihrer Begrüßung, im Laufe der Zeit auch ihre künstlerischen Fähigkeiten kennengelernt zu haben.
Der Weg zu einer Ausstellung im Krois-Haus sei also nicht mehr weit gewesen. „Es ist für uns eine große Ehre und Freude“, bekannte sie freimütig, sehr froh über die Bilderausstellung zu sein. Nach der Eröffnung sei die Schau bis Ende Oktober an jedem Freitag (ab 15 Uhr) und gegen telefonische Voranmeldung frei zugänglich.
Die Laudatio
Nach dem Musikstück von Kristin Haas und Alfred Schwarz (beide Geige) wandte sich Professorin Ingeborg Pock, Mitglied der Styrian Art Foundation, dem künstlerischen Schaffen von Helga Faßwald zu. „Bei einer Gruppenausstellung habe ich sie bereits erlebt“, bekannte Ingeborg Pock, die Glaskünstlerin und Malerin schon lange zu kennen. Als deren Lehrer nannte sie Persönlichkeiten wie Almbauer, Schlamadinger, Hansl, Wölfl oder Hollegha. „Sie haben ihren Weg stark geprägt, sie hat aber ihren eigenen Weg gefunden“, bezeichnete sie Helga Faßwald als Anhängerin des Impressionismus‘ mit einem vielfältigen Auftrag, der – ähnlich wie bei Monet - eine Freiheit zwischen Farbe und Formen erlaube.
Die hauptsächlich verwendeten Farben definierte sie als energisch (Rot) und in sich gekehrt (Blau). „Alle Kompositionen sind mit Rhythmus und mit Schwung aufgetragen“, strich sie die dadurch geschaffene Bewegung in den Bildern heraus. Ein Wort auch zur Platzierung: „Die Bilder haben Luft für sich“, lud sie die Gäste ein, sich jedes Bild einzeln zu betrachten und ganz für sich ein Urteil zu finden. Abgewandelt könnte ein Wort von David Steindl-Rast wirken: zuerst sehen, dann still sein, dann verstehen.
Farbenkräftige Ausstellung
„Ich bin über Ihr Kommen froh und dankbar“, hieß auch Helga Faßwald die Besucher und Besucherinnen willkommen: „Genießen Sie die Bilder und den Abend.“ Mit dem Genießen waren in erster Linie natürlich die zum Teil großflächigen Bilder in Acryl und Öl auf Leinwand gemeint, die in der Gaststube, im Saal, im Klavierzimmer, im Roten Salon, im Vorraum und im Stiegenhaus angebracht waren.
Neben den Bildern hatte Helga Faßwald auch Glasinstallationen in Fusing-Technik ausgestellt. Als Leitlinie diente der Ausstellungskatalog, der in Summe siebzig Exponate umfasste. Es war, wenn man so will, ein Wandern von „Universum“, „Feuerwerk“ und "Vulkan" zu „Glück“, „Erfolg“ und „Wirbelwind“. Nach dem Rundgang war genügend Zeit, das von Gabriele Eibl zubereitete Büffet in Anspruch zu nehmen.
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