Drei-Tages-Reise
Viana Styria-Delegation zu Besuch im oberbayerischen Neuschönau
- Gemütlichkeit war großgeschrieben
- Foto: Viana
- hochgeladen von Gerhard Langmann
Im Rahmen des partnerschaftlichen Austauschs machte diesmal Viana Styria eine Visite in Neuschönau und dem Koishüttler Heimatverein. Insgesamt 31 Teilnehmende machten die Reise in den Oberbayerischen Wald mit.
ST. STEFAN/STAINZ. Schon des Längeren stehen St. Stefan und Neuschönau in einem partnerschaftlichen Austausch. Bindeglied ist die Glasindustrie, die im 16. Jahrhundert in der Weststeiermark und im Raum nahe der tschechischen Grenze eine Hochblüte erlebte. Die Anreise erfolgte per Bus ab St. Stefan, bis nach Graz wurden auf der Strecke weitere Passagiere aufgenommen. Nach dem gemeinsamen Mittagessen beim Jochamhof in Passau konnten sich die Reisenden in der „Riedlhütte zum Glasscherbenköck“ von alter Glasproduktion und Glasblaskunst überzeugen.
Station genommen wurde schließlich in Neuschönau beim Dreisonnenberg Neusch. Im Rahmen des Holzfestes hatte die Viana Styria-Delegation abends die Gelegenheit, ein Schilcher-Set von Bürgermeister Stephan Oswald an den Neuschönauer Bürgermeister Alfons Schinabeck zu überreichen. Am Samstag ging es zunächst zur Brennerei Gerl und einer Verkostung der äußerst seltenen „Bärenwurz“. „Das war einst eine riesige Fabrik“, führte Obmann Karl Dudek die Reisegruppe danach zur Glasfabrik Nachmann.
Hier konnten sich die Teilnehmenden ein Bild von der einstigen Blüte bis zum Niedergang des Glasgewerbes im Oberbayerischen Wald machen. Nach dem Mittagessen im Gasthof Lusen trennte sich die Gruppe: die „Tapferen“ bestiegen den 1.300 Meter hohen Gipfel des Lusen, die „Moderaten“ zog es auf den Baumwipfelpfad, der touristisch gut genutzt und sogar rollschuhtauglich ist.
Glasmacherdynastie Kaiser
Das volkstümliche Holzfest in Neuschönau ging ja über zwei Tage, also konnten die Steirer auch am Samstag Station auf dem Festplatz machen. Nach der Musikgruppe „Summer of Love“ am Vortag spielte diesmal die Klingenbrunner Dorfblos’n zum Tanz auf. Das Fest bot auch ausreichend Gelegenheit zum Gedankenaustausch mit dem Koishüttler Heimatverein, mit dem Viana Styria eng verbunden ist.
Eine Namensverbindung auch hier: Das „Kois“ in Neuschönau und das „Kayser“ in Sommereben gehen auf die Meister aus der Glasmacherfamilie „Kaiser“ zurück, die an beiden Plätzen tätig waren. Der Sonntag war dann bereits von der Rückreise geprägt. Die „Koishüttler“ boten etliche Volkstänze zum Good bye, bei Weißwurst und Bier entwickelten sich ein rührender Abschied und die Versicherung, auch weiterhin in Kontakt zu bleiben. Eine passende Gelegenheit könnten der nächstjährige Trachtensonntag und die Schilchertage in der Marktgemeinde Stainz sein.
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