ÖVP-Turnier in Ettendorf
Bauernschnapsen ist eine spezielle Form des beliebten Kartenspiels
- Das finale Siegerfoto des Bauernschnapsens
- Foto: ÖVP
- hochgeladen von Gerhard Langmann
Klare Steigerung gegenüber dem Vorjahr: Das Bauernschnapsen der ÖVP Stainz versammelte 38 Paare im Rüsthaus der Feuerwehr Ettendorf. Der Sieg ging an das Duo Werner Trifterer/Norbert Wolf.
ETTENDORF/STAINZ. Über das Zweier-Schnapsen, beim dem sich zwei Personen gegenübersitzen, braucht man nicht viele Worte zu verlieren. Es genießt eine hohe Wertschätzung als Unterhaltungsspiel, das wenig Vorbereitung braucht, nach einfachen Regeln abläuft und kaum einen Aufwand verursacht. Beim Bauern-, auch Viererschnapsen genannt, schaut es ein bisschen anders aus. Die grundsätzlichen Regeln finden zwar Anwendung, ein paar Abweichungen verleihen ihm aber den Reiz des Besonderen und des Nichtalltäglichen.
Wie schaut dieses „anders“ aus? Der Trumpf muss gerufen werden, ohne die ersten drei Karten anzuschauen (blind rufen). Als zulässige Spiele gelten Schnapser (6 Punkte), Gang oder Ring (9), Bauer (12), Kontra-Schnapser (12), Farbenring (18), Kontra-Bauer und Herren-Bauer (beide 24). Eine Spielrunde ist zu Ende, wenn ein Team 24 Punkte erreicht hat. Die zusätzlichen Regeln des Abends, dass es keinen Unterschied zwischen Bummerl, Schneider oder Schuster gibt und dass Schummeln geahndet wird, kann man auch bei einem Zweier-Turnier finden.
Die Siegerteam
Beim ÖVP-Turnier im Rüsthaus der Freiwilligen Feuerwehr Ettendorf nahmen 38 Paare teil. Die Zusammensetzung wurde nicht ausgelost, die Teams konnten sie selbst wählen. Sie blieb auch während des gesamten Turniers unverändert. So waren Ehepaare, Männerteams, Frauenmannschaften und gemischte Couples im Einsatz. Jede Formation startete mit drei Leben in das Turnier, nach drei Niederlagen blieb einzig der Gang an die Theke. Organisiert wurde der Bewerb von Christopher Ruhri und GemR Michael Lesky, die Schriftleitung lag in den Händen der Gemeinderätinnen Beatrice Saurer und Melanie Scherret.
Gegen Mitternacht hatte sich die Spreu vom Weizen getrennt, die Paarungen standen sich in finalen Begegnungen gegenüber. Die Siegerehrung wurde von Bürgermeister Karl Bohnstingl und dem Organisationsteam vorgenommen. Über pralle Geschenkskörbe durften sich 1) Werner Trifterer/Norbert Wolf, 2) Gerald Ruhri/Christopher Ruhri, 3) Christine Scheer/Franz Reinbacher, 4) Michael Lesky/Konstantin Mlinar und 5) Walter Ruhhütl/Susanne Ruhhütl freuen. „Der gute Zuspruch“, so der Tenor, „lässt uns an ein Dacapo im nächsten Jahr denken.“
Stimmen zum Turnier
„Ich spiele oft und gern“, stieg Gabi Zenz erwartungsfroh in das Bauernschnapsen ein, das doch eine leichte Eingewöhnung bedurfte. „Man muss sich nicht so viel merken“, betonte sie das funktionierende Zusammenspiel mit dem Partner. „Für uns war relativ früh Schluss“, konnte das zweiseitige Verständnis das unerbittliche Schicksal der Konkurrenz aber nicht wettmachen. Gut oder durchschnittlich? Um neun Uhr war Eduard Perstling noch mit einem Leben im Rennen. „Es ist eine besondere Sache“, fand er, dass das Blind rufen dem Spiel eine besondere Note verlieh. Aber wie immer das Wichtigste: „Das Spielen soll Freude bereiten.“
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