Science Lab an der HTL Bulme in Deutschlandsberg ist auf Kurs

Die Maturanten Samuel Klein, Sebastian Herunter und Niko Veronik führen ihre Diplomarbeiten gerne vor.
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  • Die Maturanten Samuel Klein, Sebastian Herunter und Niko Veronik führen ihre Diplomarbeiten gerne vor.
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Das Science Lab der HTL Bulme Deutschlandserg wächst in die Zukunft, so wie die Stärken der Schülerinnen und Schüler. Ein Ausbau um insgesamt 1,5 Mio. Euro ist für 2020 geplant.

DEUTSCHLANDSBERG. Egal, ob es um Technologien, Robotik, Automatisierung, Maschinenbau oder ums Programmieren von Apps geht – wer in diesen Bereichen erfolgreich sein will, benötigt eine solide Ausbildung. Die Wirtschaftsregion im Einzugsgebiet der Koralmbahn braucht erstklassige Fachkräfte. Das sind die 197 Absolventinnen und Absolventen, die in den 15 Jahren seit Bestehen der HTL Bulme in Deutschlandsberg schon hervorgegangen sind.

Bildung und Wirtschaft

"Diese Verknüpfung von Ausbildungsstandort und Wirtschaft vor Ort ist österreichweit einzigartig", betont Franz Erkner-Sacherl, der die dislozierte HTL Bulme in Deutschlandsberg leitet. Es gibt drei Außenstellen der Grazer Stammschule, eine davon in Deutschlandsberg für Wirtschaftsingenieure im Maschinenbau als fünfjährige Ausbildung. Herzstück ist dabei das Science Lab. "Wir haben seit der Inbetriebnahme 2017 die Maschinen bereits vollständig im Einsatz", so Hannes Theissl, der das Science Lab als Lehrkraft betreut. Die Lehrenden kommen aus der Wirtschaft und bringen so ihr erworbenes Know-how in den Unterricht mit ein. Dank für die Umsetzung des Science Lab gilt dem Land Steiermark, der Stadtgemeinde Deutschlandsberg, der Regionalstelle der Wirtschaftskammer, der Laßnitztal Entwicklungs GmbH und den regionalen Unternehmen und Ausbildungsstätten, allen voran dem BFI, wo ein Großteil der Räume untergebracht ist. „Durch diese Zusammenarbeit haben wir einen einzigartigen Weg eingeschlagen“, ist Harald Köppel, Bildungszentrumsleiter des BFI Deutschlandsberg, überzeugt. Viele der Unternehmer haben sich bei einem Lokalaugenschein selbst ein Bild von der Einsetzbarkeit der Maschinen bis hin zur Robotik gemacht.

Kreativität nutzen

Das Science Lab verbindet somit die Theorie mit der Praxis und schafft den Schülern Raum, um ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen, wie z.B. Lukas Poprask mit seinem in der Freizeit gestalteten Fahrsimulator gerne zeigt: "Vorbild ist die Rennstrecke Spa-Francorchamps in Belgien." Der Mehrwert, der sich durch die Ausbildung im Science Lab ergibt, wurde von Schülern der HTL Bulme Deutschlandsberg eindrucksvoll in ihren Projektpräsentationen bewiesen.

Echtes Formel 1-Feeling: Lukas Poprask hat in seiner Freizeit einen Fahrsimulator zur Strecke Spa in Belgien aufbereitet.
  • Echtes Formel 1-Feeling: Lukas Poprask hat in seiner Freizeit einen Fahrsimulator zur Strecke Spa in Belgien aufbereitet.
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Ein weiteres Beispiel sind die drei Maturanten Samuel Klein, Sebastian Herunter und Niko Veronik, die mit der Firma MSG in Wies ihre Diplomarbeit umsetzen. Schon wurden die ferngesteuerten Roboterarme eindrucksvoll in Bewegung gesetzt, eine Roboterzelle digital vorgeführt und ein im Weinbau einsetzbares Werkstück aus dem 3D-Drucker herumgereicht.
"Es geht um das Verstehen der Zusammenhänge", betont Erkner-Sacherl. Mit der Installation eines neuen Ausbildungszweiges an der HTL Bulme Deutschlandsberg für Maturanten und der Weiterführung in eine Fachhochschulausbildung des BFI schließt sich der Kreis von der Facharbeiterausbildung über die höheren Schulen und in seiner Endausbaustufe mit einem Campus am Standort in Deutschlandsberg.

Ausbau für das Science Lab 2020

2020 ist ein Ausbau für das Science Lab mit zwei Klassenräumen und Industriehalle als Versuchsbereich beim BFI geplant: "Derzeit läuft die Ausschreibung, sodass im Frühjahr der Spatenstich erfolgen kann", so Bgm. Josef Wallner. Die Fertigstellung ist für Sommer 2020 vorgesehen. Die Finanzierung des 1,5 Mio.-Euro-Projektes erfolgt über mehrere Töpfe: Von den 800.000 Euro an Errichtungskosten kommt zur Hälfte der Europäische Fonds für regionale Entwicklung auf, 200.000 Euro zahlt das Land und 200.000 Euro die Stadtgemeinde, wozu Bedarfszuweisungen fließen. Die Ausstattung mit den Maschinen kostet 700.000 Euro. Die Abwicklung erfolgt dazu über die Laßnitztal-Entwicklungsgesellschaft.

Autor:

Susanne Veronik aus Deutschlandsberg

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