22.09.2014, 12:46 Uhr

Gundersdorfer Feuerwehr bezwang den Erzberg mit "Hauly"

FF Gundersdorf - flankiert von Draken
Gundersdorf: FF Gundersdorf besuchte Erzberg und Luftfahrtmuseum |

-die anschließende Militärluftfahrtausstellung Zeltweg beeindruckte

Ein sehr ansprechendes Programm hatte sich HBI Reinhard Bäuchler, Kommandant der FF Gundersdorf , anlässlich des diesjährigen Ausfluges der FF Gundersdorf am Sonntag, 21. September ausgesucht, um den Kameraden und den zahlreichen Helfern/Helferinnen der FF ein kleines Danke abzustatten. Und gleich 44 Teilnehmer/Innen füllten den nagelneuen Volvo-Bus der Busfirma Pölzl- souverän gelenkt von Adi – bei der Abfahrt in Gundersdorf. Es ging zum ersten „high light“ des Tages auf den Erzberg, wo auch Bgm Andreas Klement dazustieß, der allerdings wegen eines anderen Termines das überaus selektive Programm nicht zur Gänze mitmachen konnte.
Beim Ausgangspunkt der Besichtigung stieg man zunächst in einen Bus, der die Besucher zum Schaubergwerk hochfuhr. Nach Umstieg in die „Katl“ – so nennt sich die Bahn- „rumpelte“ man rund 1,3 km in die Tiefe des Berges. Eine fachkundige Führung mit vielen Showelementen hielt auch bei den Kleinen das Interesse gewaltig wach. Unter anderem begeisterte auch die Geschichte des „Wassermannes“, der den Eisenerzer Bergleuten seinerzeit „Gold für 10 Jahr`, Silber für 100 Jahr` oder Eisen für immerdar“ angeboten habe und diese sich – der Sage nach- für letzteres entschieden haben sollen.
Der Höhepunkt am Erzberg ist natürlich die Fahrt mit dem „Hauly“, die im Anschluß erfolgte.
Eckdaten zum legendären Hauly: Länge 11,35, Breite 5m. Höhe 4,88, Eigengewicht 55 t, Zuladung 77 t, 12 Zylinder Cummins Motor mit 860 PS , 6 Antriebsräder mit 2 m Durchmesser und 70 cm Breite (ein Reifen kostet rund 8.000 €- der Hauly als Ganzes ist um rund 500.000 € zu erwerben).
Die Geschichte des „Steirischen Brotlaibes“ ist ja 1.200 Jahre zurückreichend. Der Erzbau, wie er heute betrieben wird, wurde in den Jahren 1968 bis 1975 grundlegend geändert und neu ausgerichtet sowie mit modernsten Maschinen ausgestattet. Es erfolgte die Umstellung auf Großtagebaugeräte- wie Radlader mit 9,6 m3 Schaufelinhalt und Schwerlastkraftwagen mit 77 t Nutzlast. Hauptabnehmer des Erzes , das via Bahn verladen wird, sind Donawitz (40%) und Linz (60%).
Nach diesem imposanten Einblick in das „Abenteuer Erzberg“ – einer Region mit außergewöhnlichen Perspektiven- musste man natürlich auch die Kulinarik in Eisenerz testen und fand GH Pichlerhof einen -von der Qualität her ausgezeichneten- Anbieter. Das nächste Ziel war Zeltweg mit der Besichtigung der Militärluftfahrtausstellung, durch die dankenswerterweise Mjr. Ing. Schwimmer äußerst informativ führte. Bereits im Foyer wurde die Sonderausstellung „Triebwerke“ ( von Tornado, De Havilland, Draken bis zu bis Eurofighter) besonders vom mitgereisten FF-Unterstützer Hans Hecher jun. fachmännisch begutachtet, ehe Fluggeräte von Yakovlev, North American „Texan“, zwei Agusta Bell`s , Saab Safir, Short Skyvan, Fouga Magister, Saab „Tunnan“ – die „Tonne“- die zuletzt vollfunktionstaugliche ausgeschiedene Saab 105 Ö, über die beiden Draken-Jets bis zu einer MIG 21 bestaunt wurden. Die MIG 21 hat im Jugoslawienkrieg 1991 einem kroatischen Militärpiloten als Fluchtkampfjet gedient , mit der er sich nach Klagenfurt aufgrund seiner Einstellung „nicht auf seine Landsleute schießen zu wollen“, abgesetzt hat Nachdem nach jahrelanger Diskussion über die Eigentumsrechte der Maschine kein Ergebnis zustandekam, ging die Maschine legal in österreichischen Besitz über und wird als ganz besonderes Museumsobjekt der Lauffahrtausstellung gehandelt.
Nach der Fülle dieser Eindrücke musste natürlich am Ende dieses ereignisreichen Tages eine Buschenschank angesteuert werden, die man – wie immer mit vorzüglichem Service- beim BS Geiser, vlg. Tschankhiasl in Grubberg auch fand und wo sich alle Teilnehmer auch für diesen außergewöhnlichen Tagesausflug bedanken konnten
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