28.09.2014, 21:42 Uhr

Dankbarkeit und Wertschätzung in Festtagslaune

Wies: Bahnhofstraße |

Wies hatte beim traditionellen Straßenfest viel zu feiern!

Beim traditionellen Straßenfest „WIE’S amol woar...“ reihte sich heuer ein Jubiläum an das andere. Gefeiert wurde am Samstag, dem 27. September 2014, mit Chorgesang, Blas- und Volksmusik, Brauchtum, Kunsthandwerk, Speisen nach Großmutters Rezept und ganz viel weststeirischer Herzlichkeit!

(jf). Der Herbst ist die Zeit der Ernte. Doch nicht nur im Garten, auf den Feldern, in den Obst- und Weingärten reifen jetzt viele Früchte heran. Wachsen können auch Freundschaften, die in Vereinen wurzeln und sich durch gemeinschaftliche Interessen sowie Aktivitäten entwickeln. Vereine sind demnach in vielen Gemeinden ein wertvoller Humus für das Gesellschaftsleben.
In Wies hat man Vereine und Institutionen, die runde bzw. halbrunde Jubiläen feiern, vor den Vorhang gegeben und ihnen beim Straßenfest „WIE’S amol woar...“ eine große Bühne gegeben. Zum Mitfeiern und Gratulieren stellten sich zahlreiche Besucher – unter ihnen Caritas-Direktor Dr. Franz Küberl, Caritas-Bereichsleiterin Maria Gschaider und Bürgermeister Franz Jöbstl aus Wielfresen – ein. Auch die Sonne war ein gerne gesehener Gast...
Bei Bilderbuchwetter konnte das Fest, für dessen Gelingen das Caritas Senioren- und Pflegewohnhaus Wies hauptverantwortlich zeichnete, also in vollen Zügen genossen werden. Stellvertretend für alle Jubilare wurden von Bürgermeister Mag. Josef Waltl („Das Straßenfest hat Tradition, wir haben heute viel zu feiern!“) und Hausleiterin Christine Stopper zwei „90-er“, der MGV Wies und die Caritas Steiermark, vors Mikrofon gebeten: Direktor Franz Küberl und Obmann Josef Eisner standen den Anfragen in sachlicher wie humorvoller Weise Rede und Antwort.

Die Caritas, damit alle eine Chance auf Zukunft haben!

Das Senioren- und Pflegewohnhaus in Wies bezeichnete Franz Küberl als Vorzeigemodell der Caritas Steiermark. „Es steht nicht irgendwo hinten auf der grünen Wiese, sondern dort, wo das Leben ist. Wir sind damit integrierte Zuwanderer in Wies.“ Das hohe Maß an Normalität, das in diesem offenen Haus gelebt werde, betonte Küberl besonders. Hier gelinge es, die Lebensfreude der BewohnerInnen zu mehren, streute er dem Caritas-Team mit Hausleiterin Christine Stopper und Pflegedienstleiterin Martina Lasnik Blumen. Auf das Thema Zukunft des Senioren- und Pflegewohnhauses in Wies angesprochen, meinte Küberl, der seit 20 Jahren als Direktor der Caritas Steiermark agiert: „Die nächsten Jahre sind auf Grün gestellt!“
Wie Josef Eisner einräumte, bestimmen drei Sparten das Liedgut des MGV Wies: das Volkslied, der klassische Chor, die Kirchenmusik. Stolz war Eisner auf die Feststellung, dass „die Chorleiter immer aus den eigenen Reihen hervorgegangen sind.“ Der MGV Wies schaue voller Hoffnung, allerdings auch mit Sorge um den Nachwuchs in die Zukunft. Das jüngste Mitglied ist 31, das älteste Mitte 70. Junge Männer sind daher herzlich willkommen. „Es gibt mit dem Alter keine Probleme“, versprach Obmann Josef Eisner.

Ehrennadel-Verleihung an Hannes Waltl und Oskar Ribul

Mit der Ehrennadel der Marktgemeinde Wies wurden Hannes Waltl und Oskar Ribul ausgezeichnet. Die Laudatio hielt Vizebürgermeister Harald Loibner. Die beiden Geehrten – Ribul weilte gerade auf Urlaub und erhält die Auszeichnung nachgereicht – haben sich jahrzehntelang äußerst verdienstvoll in der Wieser Kommunalpolitik und im örtlichen Vereinsleben eingebracht.

Ein Straßenfest für alle Sinne

Die Geschwister Hölbing, die Familienmusik Pichler, der MGV Wies, die Bergkapelle Steyeregg und verschiedene Kleingruppen sorgten für beste Unterhaltung. Auch die VTG St. Martin und die Ölspur-Plattler ernteten für ihre Darbietungen viel Applaus. Die „Oldies“ der LJ Wies bewiesen, dass sie das Schuhplatteln, das sie vor 30 Jahren erlernt haben, noch immer im kleinen Finger haben. Das Programm für die Kleinen gestaltete das Hilfswerk Steiermark, das in Wies auch in der Kinderbetreuung tätig ist. Das Kunsthandwerk war mit Vorführungen vertreten, und auch die Kulinarik hatte mit vorwiegend Speisen aus Großmutters Zeit viel aufzubieten. Vereine und Institutionen belebten die Bahnhofstraße mit Ständen und Brauchtumsaktivitäten.

Zu den Fotos: WIE'S amol woar... - in Wies erinnerte man sich an die "gute alte Zeit".

Alle Fotos: Josef Fürbass
2
Diesen Mitgliedern gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.