17.07.2017, 09:44 Uhr

Die Post wird jetzt von Steyeregg aus verteilt

Das engagierte Team des Postverteilerzentrums Steyeregg. (Foto: Franz Krainer)

1600 Kilometer täglich von Haus zu Haus: Die Postzustellung für unser Grenzland erfolgt jetzt von Steyeregg aus.

STEYEREGG/WIES. In Steyeregg entstand in den letzten Monaten auf dem ehemaligen Sportplatzgelände ein Verteilerzentrum für die Postzustellung im Grenzland. Von Oberhaag bis in die Soboth, von St. Martin bis Schwanberg, St. Peter oder Pölfing Brunn, die Bediensteten der Österreichischen Post AG sind an Zuverlässigkeit allen Mitbietern weit voraus.


Täglich etwa 1600 Kilometer

Die mehr als 20 Mitarbeiter legen täglich etwa 1600 Kilometer zurück, das ist die Strecke von Deutschlandsberg bis nach Barcelona in Spanien. Mit dem neuen Verteilerzentrum wurde vielen Entwicklungen im modernen Postverkehr Rechnung getragen. So macht eine Lkw-Rampe die Anlieferung der Poststücke und vor allem die Entladung einfacher. Im neuen Verteilerzentrum wird die Post nach einem gefinkelten Fließprinzip in einem Raum sortiert und den einzelnen Zustellbereichen zugeordnet. Interessant: Nach einer Studie der TU Wien soll es bis zum Jahr 2025 kaum noch Briefe geben, hier hat das Internet den Briefträgern den Rang abgelaufen.

Breitbandausbau ist gefordert

Der Breitbandausbau, von der Politik bereits abgesegnet, soll den Wirtschaftsstandort Grenzland krisensicher machen. Das Post-Verteilerzentrum wird spürbare Effizienzsteigerungen für die Kunden bringen. Die Post will ihre führende Marktposition noch ausbauen und tritt mit einem unglaublich engagierten Team auf. Die Kunden spüren laut Management, dass der Briefträger „mit seinem täglichen Besuch nicht nur Information, sondern auch Abwechslung in die Tagesabläufe der Kunden bringt!“ Große Freude auch beim Wieser Bürgermeister Josef Waltl, der sich sehr engagiert für das Postverteilerzentrum eingesetzt hat: „Vorerst bleibt auch die Postfiliale in Wies. Die Verantwortlichen haben in vielen, sehr guten Gesprächen sogar eine Aufstockung des Personals am Standort angekündigt!“ Weiters wird über eine Samstagzustellung intensiv nachgedacht. Letztlich sehen die Verantwortlichen der Post die Öffnung des Marktes für Mitbieter, vor allem aus Deutschland (DHL, UPS usw) inzwischen eher entspannt, konnte man doch die Marktvorherrschaft in den letzten Jahren noch ausbauen.

Mit der Firma V.I.E. (Vision, Innovation, Engineering) präsentierte sich auf dem Areal auch eine äußerst innovative Firma, die mit mehreren Weltpatenten als Global-Player aus der Weststeiermark auftritt. Derzeit hält V.I.E. bei sieben hochqualifizierten Mitarbeitern, will allerdings im nächsten Entwicklungsschritt bis 2020 auf 20 Mitarbeiter aufstocken. Etwa 900.000 Euro wurden in die neue Halle und in die Anlagen investiert, eine eher überschaubare Summe, wenn man weiß, dass V.I.E. von Wies aus mit Weltkonzernen konkurriert. Ob Nussmüller, MSG-Gasser oder Eibiswalds „Technology-Cluster“, der Mut und das gewaltige unternehmerische Wissen weststeirischer Geschäftsleute schafft Wertschöpfung für die Region und gibt mit sicheren Arbeitsplätzen vielen Menschen Wohlstand und Sicherheit.

von Franz Krainer
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