15.12.2017, 16:51 Uhr

Eibiswalder Weihnachtswelt ist angelaufen

Eibiswalder Weihnachtswelt im Lichterglanz. (Foto: KK)

Nach den schweren Sturmschäden in der Region ist der erste Eibiswalder Weihnachtsmarkt in großer Aufmachung etwas schaumgebremst an den Start gegangen.

EIBISWALD. Bei der Eröffnung des Eibiswalder Adventmarkts war die Stimmung bei allen Beteiligten spürbar gedämpft. Zu viele Menschen waren vom Extremsturm „Yves“ persönlich betroffen, nicht die stimmungsvolle Athmosphäre rund um das Lerchhaus stand im Mittelpunkt der Gespräche, sondern die kaum bezifferbaren Schäden in der Region. Bürgermeister Andreas Thürschweller und sein gesamter Gemeindevorstand waren in den letzten Tagen im Dauereinsatz, ganz „nebenher“ organisierte Vizebürgermeister Alfred Rauch die Eröffnung des Adventmarkts, der durch den Sturm ebenfalls arg in Mitleidenschaft gezogen war. Abgerissene Planen von den Ausstellungsständen mussten erneuert werden, auch bei der Stromversorgung der beeindruckenden Eibiswalder Weihnachtsbeleuchtung traten immer wieder Probleme auf. „Ich kann den beteiligten Menschen nur unendlich dankbar sein, sie haben gezeigt, dass wir in einer schwierigen Situation zusammenstehen und auch große Aufgaben gemeinsam zu lösen imstande sind!“ war der Bürgermeister dankbar für die Hilfe, vor allem auch seitens der gesamten Mitarbeiterschaft der Gemeinde, die in den letzten Tagen „hart an der Grenze der Belastbarkeit“ für eine spürbare Verbesserung der Infrastruktur in der Gemeinde Eibiswald gesorgt haben.


Eibiswalder Weihnachtswelt noch bis 17. Dezember

„Im Moment stehen die Sorgen und Nöte der vom Sturm so schwer gebeutelten Menschen im Mittelpunkt unseres Interesses. Mein Team und ich werden alles tun, um rasch und effizient zu helfen!“ war die Kernaussage von Bürgermeister Thürschweller, der seine Lieblingsidee von einem eindrucksvollen Adventmarkt in Eibiswald wohl lieber unter anderen Voraussetzungen präsentiert hätte. Viele Aussteller konnten nicht an der Eröffnung des Weihnachtsmarktes mitwirken, weil „sie einfach zu Hause die ärgsten Sturmschäden beseitigen mussten oder in den Wäldern dringend notwendige Sicherungsarbeiten durchführten“, wie Bürgermeister Andreas Thrürschweller feststellte. Als die Kinder des Kindergarten Feisternitz die Eröffnung zelebrierten, kam trotzdem so etwas wie Feierstimmung auf, weil die Kids das einstudierte Eröffnungsprogramm mit einer derartigen Begeisterung zelebrierten, dass viele Erwachsene für die eine oder andere Stunde die großen Probleme rund um Eibiswald in den Hintergrund rückten. Es kam zwar spürbar nicht jene erwartete Stimmung auf, die die Vorweihnachtszeit im Allgemeinen und ein Weihnachtsmarkt im Besonderen vermitteln soll, doch trotz der angespannten Situation versuchten die Anwesenden, die Ereignisse der letzten Tage auch ein wenig als Herausforderung zu sehen. Bis zum 17. Dezember ist der Adventmarkt in Eibiswald noch geöffnet. Die Ausstellung im Lerchhaus ist mit viel Liebe und Einfallsreichtum gestaltet, eine Fülle besonderer Geschenksideen wartet auf die Besucher. Hinzugehen ist für Interessierte auch ein Zeichen der Solidarität mit den wirtschaftlich so schwer betroffenen Menschen der Marktgemeinde Eibiswald und der Region.

Von Franz Krainer
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