13.10.2014, 15:15 Uhr

Missionar Leonhard Wiedemayr in Eibiswald

Der Missionar Leonhard Wiedemayr wird in Eibiswald für Gespräche anwesend sein. (Foto: KK)

Der Weitgereiste wird in den Kirchen von Eibiswald und in St. Lorenzen mitfeiern.

EIBISWALD. Am 18. und 19. Oktober wird der Missionar Leonhard Wiedemayr zu gast sein. So wird er am Samstag bei der Abendmesse in der Pfarrkirche Eibiswald um 19 Uhr mitfeiern. Anschließend werden im Pfarrsaal ein Vortrag sowie Gespräche mit Leonhard Wiedemayr ermöglicht.
Am Sonntag wird er die Hauptmesse in der Pfarrkirche in Eibiswald um 9 Uhr mitgestalten, anschließend die Hl. Messe in St. Lorenzen um 10.30 Uhr mit Möglichkeit von Gesprächen mit dem Missionar vor der Kirche



Kurzbiographie Miss. Leonhard Wiedemayr


Missionar Leonhard Wiedemayr, am 26. April 1930 als fünftes von sieben Kindern in Kartitsch, Osttirol geboren, besuchte nach der Volksschule das Gymnasium in Lienz, dann das Paulinum in Schwaz und das Franziskanergymnasium in Hall. Der Matura 1951 folgte mit dem Eintritt bei den St. Josef-Missionären das Philosophiestudium in Brixen und Theologiestudium in Mill Hill, England. Nach der Priesterweihe in England und Primiz in Kartitsch im Juli 1956 studierte er in St. Louis (USA) Mathematik und Physik und unterrichtete ab 1960 viele Jahre als Mittelschulprofessor in Tororo, Uganda, wobei er gleichzeitig in der Missionsarbeit tätig war.
In der Folge baute er einige Missionsstationen zu eigenen Pfarren aus, mit Kirche und Außenstationen, Pfarrhaus, Kindergarten, Schulen und Erste-Hilfe-Stationen, etwa Osia, Gangama und besonders Mbikko. Mit Spendengeldern aus Europa errichtete er mit seinem Bautrupp von rund 40 Beschäftigten bis zur Jahrhundertwende etwa 26 Kirchen, acht Schulen, zwei Kindergärten, ein Sozial- und Gesundheitszentrum und drei Pfarrhäuser. In der Nähe von Jinja gründete er mit Mitteln aus Bruder und Schwester in Not/Innsbruck eine höhere Fachschule für Holz- und Metallbau sowie Land- und Hauswirtschaft.
Seit 2000 ist Missionar Wiedemayr in Karamoja, einem Halbwüstengebiet im Nordosten Ugandas am Aufbau der erst 1995 gegründeten Diözese Kotido tätig. Neben der Bischofskirche und einer diözesanen Tischler- und Schlosserlehrwerkstatt wurde die Pfarre Kotido-Stadt mit Kindergarten und Schule aufgebaut und mit Spendengeldern von Europa- besonders auch von Bruder und Schwestern in Not/Tirol, Sternsingeraktion, Caritas Kärnten und Land Oberösterreich sowie vieler privater Spender finanziert. Zusätzlich wurden einige Außenkirchen, Erste-Hilfestationen und weitere Hilfseinrichtungen im ganzen Diözesangebiet errichtet, wofür er als Finanzreferent zuständig war. Ein besonderes Anliegen war ihm die flächendeckende Wasserversorgung des Karamoja- Gebietes mit dem Bau mehrerer Wasser-Pumpanlagen mit Wasserleitung und verschiedener Tiefbrunnen, wobei er als Koordinator beauftragt wurde.
Im August 2009 hat er seine Stadtpfarre übergeben und in der Folge einen jüngeren Mitbruder beim Neuaufbau der Pfarre Loyoro, etwa 60 km nordöstlich von Kotido unterstützt. Zugleich wurde hier mit Geldern aus Oberösterreich eine Außenkirche errichtet und erfolgreich eine Versuchsgärtnerei mit Gemüseverkauf aufgebaut und in der Bezirksstadt Kaabong aus Mitteln der Kärntner Caritas ein neues Frauen-Sozialzentrum mit Mutter-Kindstation errichtet.
Seit Frühjahr 2012 war er in der Pfarre Panyangara, nahe Kotido, wo ein Schwesternkonvent erbaut wurde und mit dem Bautrupp wurde eine neue große Kirche errichtet, die im Herbst 2013 fertig wurde und mit Spendengeldern aus Europa finanziert wurde.
Im Oktober 2013 kam Missionar Wiedemayr wieder nach Österreich zurück, wo er sich fallweise daheim oder in seinem Mutterhaus in Absam bei Hall aufhält.
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