04.10.2014, 20:25 Uhr

Museumsverein Stainz tourte zu Rubner Holzbau

Gang durch das Heimatmuseum (Foto: Karl Draxler)

Exkursion von Museumsbediensteten und Vereinsmitgliedern in das niederösterreichische Groß-Grafendorf.

Die Vorstellung des Betriebes nötigte jeden Respekt ab. Schon in der Powerpoint-Präsentation war die umfassende Verzahnung von Einzelbetrieben im Konzern zu erkennen. Die großen Module stellen die Bereiche Holzindustrie, Ingenieurholzbau, Objektbau und Holzhausbau dar. Gegründet wurde Rubner Holz vor 88 Jahren von Josef Hubner als Einzelfirma im Südtiroler Ort Kiens. Ab 1960 standen die Söhne Josef, Paul, Pepe und Hermann dem Betrieb vor, aktuell leiten Stefan, Peter, Joachim und Alfred Rubner das Unternehmen, das 23 Standorte in Italien, Österreich, Slowenien, Deutschland und Polen unterhält.
Beim Gang durch die Hallen beeindruckten vor allem die riesigen Arbeitsmaschinen. „Die elektronische Vorausplanung ist der wichtigste Schritt“, informierte Guide Marcus Warnecke, dass der Fertigungsprozess nahezu automatisch abläuft. Einzig Kontrollpositionen sind besetzt, um bei einem allfälligen Fehler eingreifen zu können. Beeindruckend: Die riesigen Werkstücke von bis zu fünfzig Metern wurden in einem Arbeitsgang gehobelt.
Auch in der nächsten Station Mariazell hatte Museumsleiter Karlheinz Wirnsberger einen Informationsparcours vorbereitet, auf dem Plan stand eine Führung durch das dreigeschoßige Heimathaus. Es galt im 17. Jahrhundert als Unterschlupf für verarmte Bauern und Gesindeleute, die an den Stadtrand verbannt wurden. Nach Errichtung eines modernen Altenheimes und Auflassung des Armenhauses im Jahr 1967 bot sich der Komplex als Heimatmuseum an.
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