28.11.2016, 11:12 Uhr

Funktionärsehrungen für Kohlhammer und Nebel

Klaus Kohlhammer (links) vom SV Schwanberg und Michael Nebel (rechts) vom SV Frauental wurden für ihre sportlichen Verdienste vom Land Steiermark geehrt. (Foto: Franz Krainer)

Das Land holte verdiente Sportfunktionäre vor den Vorhang, zwei Fußballakteure aus dem Bezirk Deutschlandsberg durften sich über eine Auszeichnung freuen.

Sie machen unbezahlt jährlich tausende Kilometer, stehen ihren Clubs jederzeit mit ganzer Kraft zur Verfügung und garantieren so das Überleben der Vereine - auch im Bezirk Deutschlandsberg. Alljährlich schlagen die großen Sport-Dachverbände ASVÖ, ASKÖ und Union einige dieser verdienten Menschen dem Landeshauptmann zu einer Ehrung vor, ein Zeichen der Wertschätzung für außergewöhnlichen Einsatz um den Sport in den Gemeinden. Klaus Kohlhammer aus Schwanberg und Michael Nebel aus Frauental durften letzte Woche im Weißen Saal der Grazer Burg nach Vorschlag des ASVÖ aus den Händen von Sport-Landesrat Anton Lang silberne Ehrenzeichen des Landes Steiermark in Empfang nehmen.

Schwanberger Wurzeln...

Der 61-jährige Kohlhammer ist seit fast genau 50 Jahren Mitglied des SV Schwanberg. Erst elf Jahre als aktiver Fußballer, später „halt dort, wo ich gebraucht wurde", wie er seine Arbeit beschreibt. "Nicht die Funktion ist entscheidend, sondern die Bereitschaft, für die fußballbegeisterte Jugend und interessierte Erwachsene gute Rahmenbedingungen für die Ausübung dieses Sports zu gewährleisten" meint er selbst. Kohlhammer hat alle Höhen und Tiefen eines Funktionärslebens durchgemacht, Auf- und Abstiege, selbst gescheiterte Fusionierungen miterlebt und den Schritt "zurück zu den Wurzeln" in Schwanberg mitbetrieben. Für ihn ist die derzeitige Arbeit beim Glühweinstand des Hollenegger Adventmarktes genauso selbstverständlich wie seine Tätigkeit als Schriftführer des Vereins. Manchmal ist das mühsam, "doch ein gutes Spiel der Kampfmannschaft oder die unbändige Freude eines Kindes nach einem erfolgreichen Torabschluss“ sind für Kohlhammer ausreichender Lohn.

...und Frauentaler Leidenschaft

Auch Michael Nebel aus Frauental gehört zu den Urgesteinen der Fußballfunktionäre im Bezirk. Nicht nur seine Stimme als Platzsprecher lässt im wahrsten Sinn des Wortes aufhorchen, in vielen Bereichen stellt der gelernte Konditor einen großen Teil seiner Freizeit dem SV Frauental zur Verfügung. Seit 32 Jahren ist Nebel seinem Verein eng verbunden, einst eineinhalb Jahrzehnte als Spieler übt er heute die Funktion des Schriftführers aus. Ein großes Herz hat er vor allem für die Jugend: „Als ehemaliger Jugendtrainer liegen mir natürlich die Buben und Mädchen im 'fußballfähigen Alter' besonders am Herzen" sagt der Fußballliebhaber, der heuer im Sommer seinen 50er feierte. "Eine emotional lohnende Aufgabe, wenn man positive Entwicklungen sieht.“ Nebel schaut in die Zukunft, weiß um die Probleme aller Vereine im Bezirk: „Wir müssen uns neue Strukturen überlegen, eine enge regionale Vernetzung wird bereits in den nächsten Jahren zur Existenzfrage für eine Reihe von Clubs.“ Dahinter stehen aber immer solche Funktionäre wie Kohlhammer oder Nebel, ohne die ein Bestehen unserer Fußballvereine erst gar nicht möglich wäre.

von Franz Krainer
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