18.09.2014, 06:00 Uhr

Ohne Doping nach oben

Ständig unterwegs für seinen Sport: David Schöggl, Spitzen-Mountainbiker aus Eibiswald. (Foto: Krainer)

Der Eibiswalder David Schöggl fährt an der Spitze der Mountainbike-Welt mit.

von Franz Krainer

„Wie sauber ist der Radsport?“ Gleich bei der ersten Frage wird der Eibiswalder Spitzen-Moutainbiker David Schöggl nachdenklich. „Leider ist unser Sport in Verruf geraten, weil einige die Finger nicht von verbotenen Mitteln lassen können“, weiß der 29-jährige Weststeirer nur zu genau. Seine Sport-Philosophie lässt nichts offen: „Lieber kleine sportliche Schritte, dafür hart erarbeitet und absolut sauber!“
Ein Weg, den Schöggl nun seit 11 Jahren beschreitet, mit einem dreijährigen Abstecher zu Straßenrennen.

Unterwegs für die World Series

2009 nahm er an der Österreich-Rundfahrt teil, ließ auf das Kitzbühler Horn sogar ÖRV-Star Riccardo Zoidl hinter sich. Seine Liebe gilt allerdings dem Mountainbike, mit dem er jedes Jahr auch einige Rennen der „MB World Series“ bestreitet, eine stark besetzte weltweite Rennserie. „Aus finanziellen Gründen kann ich nicht alle Rennen fahren, deshalb nur einige Events in Europa, die mir besonders liegen.“

Bereits kurz nach dem Gespräch mit der WOCHE saß David im Auto nach Val di Fassa (ITA), wo er an einem World Series Rennen teilnimmt. Der Süd-West-Steirische Tourismusverband bewirbt mit ihm die neue Mountainbikestrecke in der Grenzregion zu Slowenien, „optimale Bedingungen für Mountainbike-Training in einer der schönsten Gegenden Mitteleuropas“, wie Schöggl euphorisch erklärt.

Nichts geht ohne eisernen Willen

Mit 29 Jahren ist er im besten Alter für Ausdauersportarten, möchte noch einige Jahre im Sattel sitzen und erklärt seinen Sport so: „Mountainbiken ist im Radsport die spektakulärste Disziplin, steile Anstiege im Gelände und rasante Downhills sind toll anzusehen, es gibt kein Taktieren wie bei Straßenrennen und die Tagesverfassung entscheidet über Sieg und Niederlage. Wenn auch beim Mountainbiken die (sehr teure) Technik eine immer größere Rolle spielt, gewinnt man ohne eisernen Willen keinen Blumentopf." Dieser Wille, das letzte für seinen Sport zu geben, ist bei Schöggl deutlich spürbar.
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