23.11.2016, 12:18 Uhr

Hochleistungsinternet für alle Regionen

Präsentierten im Medienzentrum Steiermark die Breitbandstrategie 2020: Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann, LH Hermann Schützenhöfer, LH-St. Michael Schickhofer, Verkehrslandesrat Anton Lang, Vorstandssprecher Christian Purrer (Energie Steiermark) und Bgm. Franz Handler (Bad Blumau) (v.r.) (Foto: steiermark.at/Streibl)

Land und Energie Steiermark kooperieren beim Breitbandausbau
Gemeinsam für schnelles Internet in den steirischen Regionen bis 2022.

Eine flächendeckende Versorgung mit Hochleistungsinternet in der gesamten Steiermark bis 2022 - das ist das Ziel der von Landesregierung und Landtag einstimmig beschlossenen steirischen Breitbandstrategie „Highway 2020". Auf Antrag von Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Schickhofer, Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann und Verkehrslandesrat Anton Lang hat die Landesregierung eine Kooperationsvereinbarung mit der Energie Steiermark AG beschlossen, die wesentlich dazu beiträgt, dieses Ziel zu erreichen.

Konkret werden vorhandene Infrastrukturen des Landes und der Energie Steiermark AG gemeinsam stärker genutzt und Kooperationen forciert. Gemeinsame Projekte für den Ausbau der Breitbandinfrastruktur in unterversorgten Gebieten sollen außerdem sicherstellen, dass die zur Verfügung stehenden Mittel aus der Breitbandmilliarde des Bundes noch besser ausgeschöpft werden können. „Schnelles Internet in der gesamten Steiermark ist nicht nur eine Frage der Chancengerechtigkeit zwischen ländlichen Regionen und dem Zentralraum, es ist vor allem eine entscheidende Voraussetzung dafür, dass wir der Abwanderung aus dem ländlichen Raum entgegenwirken können. Der Breitbandausbau ist daher ein wesentlicher Schwerpunkt im Regierungsübereinkommen der Landesregierung. Wir müssen alle Möglichkeiten ausschöpfen, um die Verbesserung der Internetinfrastruktur zu beschleunigen und die Zusammenarbeit mit der Energie Steiermark ist dabei ein wichtiger Schritt", betont Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer. „Wir werden die Steiermark an den Daten-Highway anbinden. Breitband ist schon heute eine notwendige Infrastruktur wie die Schiene und Straße. Durch die rasante Digitalisierung wird superschnelles Breitband-Internet noch wichtiger. Deshalb arbeiten wir mit aller Kraft daran, die Steiermark auch weiterhin als Top-Wirtschaftsstandort zu sichern und Arbeitsplätze in allen Regionen zu erhalten und neue zu schaffen", stellt Vize-LH Michael Schickhofer fest.

Fairer Anteil aus der Breitbandmilliarde

Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann betont, dass der Schlüssel für die erfolgreiche Umsetzung der Breitbandstrategie in den Förderungsprogrammen des Bundes liegt: „Nur wenn wir einen fairen Anteil aus der Breitbandmilliarde des Bundes tatsächlich bekommen, können wir die Ziele der steirischen Breitbandstrategie ‚Highway 2020‘ erreichen und bis 2022 für alle Steirerinnen und Steirer eine leistungsfähige Auffahrt auf den Datenhighway sicherstellen."

Das Infrastrukturministerium (BMVIT) unterstützt den Breitbandausbau mit drei Förderprogrammen. Mit dem „Access-Programm" werden bestehende Glasfasernetze ausgedehnt, um größere Flächen in den Regionen mit Hochleistungsinternet versorgen zu können. Im Rahmen des „Backhaul-Programms" wird die regionale Infrastruktur verbessert, indem regionale Kabelnetze oder Mobilfunkmasten durch eine Glasfaserverbindung an das Kern-Netz angebunden werden. Außerdem wird die Verlegung von Leerrohren für Glasfaserleitungen durch Gemeinden gefördert. Alle drei Programme werden über Ausschreibungen des BMVIT abgewickelt. In den ersten Ausschreibungsrunden der jeweiligen Programme wurden für die Steiermark Projekte beschlossen, die mit insgesamt rund 33 Millionen Euro gefördert werden. Derzeit überarbeitet das BMVIT die Förderrichtlinien. „Das Infrastrukturministerium muss sicherstellen, dass die folgenden Ausschreibungen zielgerichteter und unbürokratischer abgewickelt werden, damit die in Ausschicht gestellten Mittel auch tatsächlich abgeholt werden können. Außerdem müssen Länder und Gemeinden stärker eingebunden werden, denn nur so ist eine erfolgreiche Abwicklung der Förderung möglich", so Buchmann.


Gute Koordination der Kompetenzen

„Mit der nunmehrigen Kooperation mit der Energie Steiermark kann sichergestellt werden, dass alle Anstrengungen zum flächendeckenden Ausbau des Breitbandes in der Steiermark bestens koordiniert werden. Bei geplanten bzw. künftigen Bauarbeiten im Energie- und Straßeninfrastrukturbereich können durch einen gegenseitigen Informationsaustausch die möglichen Synergieeffekte ökonomisch genutzt werden. Bei den nächsten Ausschreibungen der Breitbandmilliarde kann so ein Optimum für die steirische Bevölkerung gesichert werden. Bereits jetzt profitieren 133 steirische Gemeinden - und so rund 108.000 Wohnsitze von der Breitbandmilliarde. Die Breitbandbeauftragen der Steiermark stellen zudem sicher, dass sowohl in der Vorbereitung einer Ausschreibung als auch bei der Bewertung der Projekte ihre Expertise miteinfließt. Durch die gute Zusammenarbeit mit dem steirischen Verkehrsminister legen wir im Zeitalter der Digitalisierung mit dem Glasfaserkabel das Nervensystem für die Industrie und die Steirerinnen und Steirer", so Landesrat Anton Lang.


Neues Geschäftsfeld

„Mit dem Einstieg in das Internet-Business erweitern wir für unsere Kunden das Produkt-Angebot abseits des Kerngeschäftes. Mit unserer vorhandenen Infrastruktur haben wir eine hervorragende Ausgangs-Basis und einen großen Wettbewerbsvorteil in den Regionen", so Christian Purrer, Vorstandssprecher der Energie Steiermark. In einem ersten Pilotprojekt wird die Energie Steiermark AG die Gemeinde Bad Blumau mit Hochleistungsinternet versorgen. „Wir wollen Bad Blumau in enger Partnerschaft zu einer der schnellsten ländlichen ‚Surf-Regionen‘ Österreichs aufrüsten", so Purrer.
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