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Zum Weltbienentag am 20. Mai rückt die Arbeit der Imker stärker ins Bewusstsein. Im Interview erzählt Arno Kronhofer aus Mitschig, der seit Jahrzehnten mit seinen Bienenvölkern im Gailtal arbeitet und die Entwicklungen der Branche genau beobachtet.
HERMAGOR. Arno Kronhofer, Lehrreferent im Landesverband für Bienenzucht Kärnten, Obmann des Bienenzuchtvereins Hermagor und erfahrener Imker, beschreibt die Bedeutung der Imkerei in der Region als deutlich spürbar. „Die Imkerei hat bei uns einen hohen Stellenwert – nicht zuletzt durch Veranstaltungen wie das Honigfest in Hermagor“, erklärt er. Vom Hobby bis zum professionellen Betrieb sei alles vertreten, einige würden die Imkerei mittlerweile sogar im Haupterwerb führen.
Gelungener Honig-Anstich beim 19.Österreichischen Honigfest in Hermagor. V.l.n.r.: Elisabeth Thurner, Kärntner Landesobfrau, Bienchen Gloria Ball, Bienchen Mira Bachmann und Arno Kronhofer, neuer Obmann des Bienenzuchtvereines Hermagor
Mit seinen rund hundert Bienenvölkern weiß Kronhofer, wie sensibel das Gleichgewicht in der Natur ist. Die Honigbienen seien gut betreut, betont er, weil Imker aktiv eingreifen und steuern. Gleichzeitig warnt er: „Bei Wildbienen und Hummeln sieht es anders aus – da fehlt oft die gezielte Unterstützung.“ Schon kleine Maßnahmen im eigenen Umfeld könnten viel bewirken.
Herausforderungen im Alltag
Als praktizierender Imker spürt Arno Kronhofer die Veränderungen deutlich. Das Klima verschiebe Arbeitszyklen, erklärt er, und mache die Planung schwieriger. Dazu komme ein starker wirtschaftlicher Druck. „Der Honigpreis steht massiv unter Druck, während die Kosten steigen“, so Kronhofer. Besonders problematisch sei der internationale Markt mit Importware, die oft nicht mehr mit regionalem Honig vergleichbar sei. Seine klare Empfehlung: direkt beim Imker aus der Region kaufen.
Wissen weitergeben als Aufgabe
Neben seiner eigenen Imkerei ist Kronhofer auch als Wanderlehrer im gesamten Bundesland aktiv. Ihm ist wichtig, Wissen weiterzugeben und junge Imker zu unterstützen. „Imkern ist kein statisches Handwerk – man muss ständig dazulernen“, sagt er. Der Austausch zwischen erfahrenen und neuen Imkern sei entscheidend für die Zukunft der Branche.
Blick nach vorne
Trotz der Herausforderungen sieht Arno Kronhofer auch positive Entwicklungen. Das steigende Bewusstsein für Natur und Regionalität stärke die Imkerei insgesamt. „Jeder Garten, der blüht, ist ein Gewinn für die Bienen“, betont er. Diese Entwicklung mache Hoffnung, dass sich Natur- und Imkerschutz künftig weiter verbinden lassen.
Aus vielen einzelnen Gärten soll ein großes Ganzes werden: Mit der neuen Garten-Vignette startet Tierschutz Austria eine Initiative, die tierfreundliche Gärten sichtbar macht und miteinander vernetzt – mit dem Ziel, so Österreichs längste „Igel-Straße“ entstehen zu lassen. Im Mittelpunkt steht der Igel, der im Siedlungsraum auf private Gärten angewiesen ist. Doch Zäune, Mauern und versiegelte Flächen unterbrechen zunehmend seine Wege. Auch Pestizide, Kunstdünger, Mähroboter und ungesicherte...
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