AMES: Modernisierung in Rekordzeit

Wickelt die Übernahme von Maschinen ab: AMES-Gründer Walter Starzacher (l.)
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Wer Flugzeug sagt, muss auch Peggau sagen. Denn der Luftfahrtzulieferer AMES (Aerospace and Mechanical Engineering Services GmbH) zählt zu den weltweit gefragtesten Betrieben, wenn es um Design, Ausstattung und Komfort für Flugzeuginnenräume geht. Nun hat AMES ein neues, wichtiges Projekt an Land gezogen.

Neuester Stand

Wenn ein Flugzeug Teil einer anderen Airline wird, wird auch der Innenraum an den neuen Besitzer angeglichen. Die Innenräume werden modernisiert und auf den neuesten Stand gebracht. Der sogenannte Retrofit-Markt, also die Modernisierung oder der Ausbau von bereits bestehenden Anlagen und Betriebsmitteln, ist ein selbstlaufendes Erfolgsmodell von AMES. Dafür eigens entwickelt hat das Peggauer Unternehmen den "One-Stop-Shop" (wir haben berichtet), der den Vorteil bietet, "dass wir von der Komponentenentwicklung bis zur Zulassung alles aus einer Hand anbieten können", sagt AMES-Gründer Walter Starzacher. Dieses Know-how machte sich auch Austrian Airlines zunutze, die von der Unternehmensmutter Lufthansa 17 Embraer E195-Maschinen (ein Modell namens Fokker aus der Flugzeugfamilie des brasilianischen Flugzeugherstellers Embraer) übernommen hat.

Maßnahmen

In nur knapp 18 Monaten brachte AMES die Flotte auf den neuesten Standard der Austrian Airlines. Ein Rekord, der auch von der Lufthansa-Gruppe bemerkt wurde: "Die vorteilhafte geografische Nähe von AMES ermöglichte eine flexible Zusammenarbeit. AMES war in diesem Vorzeigeprojekt ein starker Partner, um Austrian als ‚Innovations-Speedboot’ der Lufthansa-Gruppe zu unterstützen", sagt Austrian-Airlines-CEO Kay Kratky. "In entscheidenden Momenten konnten unsere Ingenieure noch am selben Tag vor Ort sein und entsprechende Maßnahmen setzen. So konnten wir die Einflottung mit rekordverdächtiger Geschwindigkeit abwickeln", erklärt Starzacher.

Instandsetzung

Die in die Jahre gekommenen Fokker-Maschinen werden von der AMES-Tochtergesellschaft AMES CAMO mit Sitz in Neusiedl auf ihre Flugtüchtigkeit geprüft. Nach entsprechenden Instandsetzungen werden die Maschinen übergeben. Darüber hinaus verschafft sich die Austrian Airlines mit dem Zertifizierungs-Portfolio von AMES einen weiteren Vorteil: "Alle Dienstleistungen und Komponenten der Peggauer, von der Einzelteilentwicklung bis zur Belastungsanalyse, wurden durch den Interieurs-Spezialisten für die Europäische Agentur für Flugsicherheit entsprechend zertifiziert – ein Alleinstellungsmerkmal", lässt das Unternehmen wissen. Über 400 Kunden, darunter Turkish Airlines oder Iceland Air, zählen zum Stamm von AMES, mehr als 90 Prozent der Dienstleistungen und Produkte gehen von Peggau aus ins Ausland.

Wickelt die Übernahme von Maschinen ab: AMES-Gründer Walter Starzacher (l.)
In nur knapp 18 Monaten brachte AMES die Flotte auf den neuesten Standard.

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