21.10.2014, 12:43 Uhr

Frohnleiten: Der neue Vize hat vieles vor

Mit dem frischgebackenen Vizebürgermeister Johannes Wagner weht ein frischer Wind durch Frohnleiten. (Foto: Wagner)

Die WOCHE bittet Johannes Wagner, den neuen Vize-Ortschef von Frohnleiten, zum Interview.

WOCHE: Was sind die wichtigsten Charaktereigenschaften, die man in der Kommunalpolitik mitbringen sollte?
Wagner: Authentizität, Gestaltungswille und völlige Identifizierung mit dem Ort
Was sind die wichtigsten Aufgaben eines Vizebürgermeisters?
Er soll die Wünsche der Bevölkerung aufnehmen und, soweit das für einen "Oppositionspolitiker" möglich ist, umsetzen. Als Vizebürgermeister der Minderheitsfraktion sehe ich aber auch die Kontrollfunktion über die politische Mehrheit als wesentlichen Teil meiner Arbeit an.
Ihre Wünsche für Frohnleiten?
Aus politischer Sicht eine zukunftsorientierte Politik, die auf kostspielige Prestigeprojekte verzichtet und die finanziellen Mittel verantwortungsvoll einsetzt. Auch halte ich viel von der Einbeziehung der Frohnleitner in Entscheidungsprozesse. Wir brauchen ein Ortsentwicklungskonzept, das den Weg für die Zukunft Frohnleitens vorzeichnet.
Wie reagieren die Menschen auf so einen jungen Vize?
Die Reaktionen sind bis jetzt durchwegs positiv. Natürlich gibt es Stimmen, die meinen, ich sei zu jung. Ich bringe dann das Beispiel von Sebastian Kurz, dem auch viele seine Jugend vorgehalten haben und jetzt ist er der beliebteste und einer der erfolgreichsten österreichischen Politiker.
Als junger Politiker habe ich eine andere Sicht der Dinge. Ich mag kein stures Kastendenken schwarz, rot, blau, und versuche, Sachpolitik zu machen. Ideen von anderen Parteien oder Gruppierungen, die ich gut finde, werden von mir auch unterstützt.
Ihre weiteren politischen Ziele?
(lacht) Jetzt bin ich gerade Vizebürgermeister geworden – ein riesiger Schritt für mich. Was weiter sein wird, kann man nie sagen.
Wie kann man der Jugend die Politik schmackhaft machen?
Die Jugend ist sehr politisch. Sie ist nicht am Hickhack um eingefahrene Einstellungen interessiert. Sie will, dass Lösungen für Probleme gefunden werden. Meine Devise: 'Wenn ich unzufrieden bin oder mitgestalten möchte, muss ich mich einbringen!' Nimmt man Jugendliche ernst, fangen sie an, sich zu engagieren. Die Gemeindepolitik ist ideal geeignet, weil man seine eigene Umgebung mitgestalten und schnell etwas bewegen kann.
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