24.05.2017, 00:01 Uhr

Happy Day für die Neue Musikmittelschule Gratwein

Zum 40jährigen Jubiläum der NMMS Gratwein dirigiert Wolfgang Wabscheg einen Revival-Chor.
Die Neue Musikmittelschule (NMMS) Gratwein blickt heuer auf 40 Jahre Musikschwerpunkt. Höhepunkt der Feierlichkeiten ist das Schulschluss-Konzert am 29. Juni um 19:00 Uhr in der MZH Gratwein. Dort wird die von Wolfgang Wabscheg komponierte Schulhymne aus der Taufe gehoben, der Musiklehrer wird aber auch den ersten Revival-Chor dirigieren. Schüler aus allen 40 Schuljahren sind eingeladen, mitzusingen.

Singendes Klassentreffen

In den 40 Jahren haben rund 1.200 Schüler die NMMS (vormals Musikhauptschule) in Gratwein besucht, darunter heutige Musikgrößen wie Sänger und Komponist Richard Schlögl, die Kapellmeister Karl und Ernst Hofer vom MV St. Oswald bei Plankenwarth, Counter-Tenor Reinhard Uhl, Harmonikaweltmeister Rene Kogler, ORF-Moderator Paul Reicher, Mezzosopranistin Viktoria Schwindsackl oder Jazz-Stimme Susana Sawoff. „Ich wünsche mir, dass sehr viele unser ehemaligen Schüler zu diesem Festakt kommen und gemeinsam singen“, sagt Wabscheg. Vier Ohrwurm-Klassiker hat er dafür ausgewählt, darunter „Only you“ von „The Flying Pickets“ oder „Oh happy day“ von den Edwin Hawking Singers. Text und Noten dazu gibt’s auf der Homepage www.mms-gratwein.at/index.php und die einzige Chorprobe am 27. Juni um 19:00 Uhr in der NMMS Gratwein.

Wabscheg wuchs in Bad Gleichenberg auf und kam früh zur Musik. „Es war ein Lehrer in der Volksschule, der in mir die Musik erklingen hat lassen“. Mit zehn Jahren hatte er seinen ersten Auftritt. „Ich hatte eine kurze Lederhose an, wie damals üblich. Und dann stand ich auf der Bühne und sang zur Gitarre Blowin in the Wind von Bob Dylan, obwohl ich kein Wort Englisch verstanden habe“, schmunzelt Wabscheg. Später folgten Auftritte mit einer Boys-Band in der ganzen Steiermark. Nach Gratwein holte ihn 1985 der damalige Schuldirektor Karl Zwicker, auf dessen Gattin Gertrud die Gründung des Musikschwerpunktes in Gratwein zurückzuführen ist.

Seit Jugendjahren komponiert Wabscheg. „Die besten Liebeslieder schreibt man nur, wenn man Liebeskummer hat“. Seit neben der Gitarre Platz eins in seinem Leben Gattin Reingard eingenommen hat, fließen die Lieder auch ohne Kummer aufs Papier. Wabscheg komponierte über 1.000 Lieder, schrieb Krippenspiele, Messen, Musicals, Instrumentalstücke, anspruchsvolle Chorwerke und so manches Lied, bei dem man gern die Lippen spitzt um mitzupfeifen. Zu einem zeitlosen Klassiker wurden die Vertonungen der Mundartgedichte des Gratkorners Adolf Kummer, die in einem Notenheft im Eigenverlag erschienen. Am 29. Juni wird sein jüngstes Werk uraufgeführt. Die Schulhymne wird ein hippiger Sound, der alle Vorzüge der NMMS musikalisch erklingen lässt.

Wie passen Musik und Mathematik zusammen? „Beides ist strukturiert und auf Zahlensymbolik aufgebaut“, sagt Wabscheg. Den einzigen Unterschied sieht der Lehrer beider Unterrichtsfächer in der Kreativität, „die gibt es in der Musik, in der Mathematik eher nicht“.
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