31.05.2017, 00:00 Uhr

Mit Leib und Seele für unsere Milch

Immer ein Lächeln im Gesicht: Milchtransportfahrer Erich holt die Milch direkt von den Landwirten ab und liefert an die Molkerei. (Foto: Geopho)

Wir haben einen Milchtransport des Wundschuher Transportbetriebs Ofner begleitet.

Das Transportunternehmen Ofner in Wundschuh ist einer der größten Partner der österreichischen Berglandmilch. Der Betrieb im Süden von Graz ist mit 16 Milchsammelwägen und 50 Fahrern in der Süd- und Oststeiermark sowie dem südlichen Burgenland im Einsatz für die Milch. Und dabei läuft vieles automatisch ab. Der Milchtransporter holt die Milch in den meisten Fällen direkt am Hof der 1.961 Milchlieferanten ab. "Von 40 bis zu 8.000 Liter werden pro Abholung alle zwei Tage in den zwischen vier und sechs Grad vorgekühlten Transporter gesaugt", erklärt Berglandmilch-Hofberater Hermann Gruber aus Laßnitzhöhe. Auch der Milchbauer muss die Milch in diesem Kältebereich lagern. So auch der Zettlinger Landwirt Franz Schmidt, wie unser Lokalaugenschein zeigt. "Wenn die Milch über zwölf Grad hat, stoppt die Pumpe automatisch. Zu 99 Prozent hat die Milch aber unter sechs Grad", so Gruber. Der Hofberater, der als Milchbauer jährlich selbst 300.000 Liter liefert, ist seit 35 Jahren bei Berglandmilch und weiß natürlich, vor welchen Herausforderungen die Landwirte manchmal stehen. "Der Milchpreis schwankt natürlich. Obwohl der Milchpreis tief war, war der Unmut nicht so tragisch. Die Bauern wissen, dass es Schwankungen gibt", sagt Gruber. Das bestätigt uns auch Landwirt Schmidt, der auch 300.000 Liter an die Berglandmilch liefert. "Der Milchpreis hat sich derzeit ein wenig erholt.

Auf die Frage, warum man sich das ob der Unregelmäßigkeiten beim Preis trotzdem antut, sagt Schmidt nur kurz: "Ich bin mit Leib und Seele dabei, sonst würde es eh nicht gehen." Mindestens 80 Prozent der Lieferungen passieren übrigens mit einer sogenannten Hof-Abholung. Das heißt, der Milchtransporter holt die Milch direkt am Hof des Landwirts ab. "Der größte Lieferant liefert ab Hof eine Million Liter Milch pro Jahr. Die Milchsammelstellen haben sich großteils aufgehört. Dass alle kleinen Betriebe wegfallen, stimmt aber nicht. Es gibt Nebenerwerbsbetriebe, die weiterhin Milch liefern", weiß Hofberater Gruber. Die gelieferte Milch wird dann entweder nach Stainz, Voitsberg oder sogar bis nach Aschbach und Klagenfurt geliefert.

"Gesammelt wird alles in der Region. Die Fahrer sind in einem gewissen Rad eingeteilt", berichtet Christina Ofner vom Transportunternehmen. Und obwohl es unterschiedliche Dienstzeiten gibt, sei der Beruf ein vielfältiger und auch eine Herausforderung, muss doch angefangen von der Kühlkette bis zur Produktlieferung an den Landwirt, die auch vom Fahrer übernommen wird, alles passen.
0
Weitere Beiträge zu den Themen
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.