05.04.2017, 16:32 Uhr

Werndorf: Zweiter Terminal für das Cargo Center

Der zweite Terminal wird in der Größenordnung des bestehenden Areals direkt neben der Pyhrnautobahn entstehen. (Foto: Cargo Center Graz)

Expansionskurs am Güter-Terminal geht weiter. Begleitstraße entlang der Autobahn soll auch kommen.

Man hat es im Jahr 2003 nicht etwa an einen Hafen angebaut, sondern auf die grüne Wiese zwischen Werndorf und Wundschuh hingestellt. Die Rede ist vom Cargo Center Graz, in das seit der Eröffnung rund 230 Millionen Euro investiert wurden. Vorausschauende Planung macht es möglich, dass das Güterverkehrszentrum weiter an Bedeutung gewinnt. "Wir sind voll. Man sieht vor lauter Containern nichts mehr. Dadurch ergeben sich ganz neue Situationen", sagt Geschäftsführer Franz Glanz im Rahmen eines Pressegesprächs mit der WOCHE. Mit neuen Situationen ist die Errichtung eines weiteren Terminals in derselben Größenordnung gemeint. "Die Erweiterung ist schon vor 2023 nötig, weil wir jetzt schon voll sind", so Glanz. Im Jahr 2020 will man mit dem zweiten Terminal, das direkt neben der A9 entstehen soll, in Betrieb gehen. Bis 2025 soll dann ja auch die Koralmbahn inklusive dem Abstecher von Feldkirchen unter dem Flughafen Graz bis zum Cargo Center fertig sein. Da durch die Erweiterung des CCG eine zweite Anbindung an die Pyhrnautobahn notwendig sein wird, wird mit den ÖBB und dem Land Steiermark ein Straßenbaukonzept erarbeitet. „Dieses wird im Wesentlichen die Wünsche der Gemeinden nach einer Begleitstraße für die Autobahn berücksichtigen. Dies erfolgt in Abstimmung mit den ÖBB hinsichtlich der Errichtung der autobahnnahen, neuen Bahntrasse mit künftiger Anbindung an den Flughafen Graz“, berichtet Glanz. Ziel ist es, bis Ende 2017 ein Gewerbeaufschließungs- und Begleitstraßenkonzept für den Bereich zwischen Cargo Center und Zubringer Abfahrt Kalsdorf zu finalisieren. "Wir wollen möglichst viele Transporte auf Schiene bringen", fordert CCG-Geschäftsführer Christian Steindl auch den Vollausbau der Pyhrn-Schober-Achse. Es sei bis dato nur ein Flickzeug, ein Neubau aber dringend notwendig. Die positive Entwicklung schlägt sich auch in den Zahlen nieder. Der Umsatz gegenüber dem Vorjahr konnte um 10,5 Prozent erhöht werden. „Besonders freut uns, dass dabei der Anteil, der über unsere eigene CCG-Logistikplattform abgewickelt wird, ständig wächst. So lagen wir im vergangenen Jahr bereits bei 66 Prozent“, zeigt sich Steindl erfreut.

Straßenbaukonzept entlang A9

Da auch immer mehr Kunden den günstig gelegenen Standort nutzen wollen, werden im Norden des Terminals bereits Flächen gesichert. "Im Süden kommen wir Werndorf zu nahe, die weitere Entwicklung geht Richtung Norden. Dann sind wir mit unseren Ressourcen ehrlicherweise am Ende", berichtet Glanz. Bis dahin bleibt aber noch viel zu tun. Für 2017 erwartet das CCG wieder ein Wachstum im zweistelligen Bereich.
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