Dr. Streit
Das erste Weihnachten ohne Kind

Weihnachten: Das Fest der Liebe und des Gebens.
  • Weihnachten: Das Fest der Liebe und des Gebens.
  • Foto: Schedl
  • hochgeladen von Lucia Schnabl

Das Fest nicht mit den Eltern zu feiern, gehört zum Erwachsenwerden.

Weihnachten weg von zuhause zu feiern, so sagen manche Entwicklungspsychologen, ist eines der deutlichsten Zeichen für das Erwachsenwerden. Für manche Eltern kann die Tatsache, dass das eigene Kind zu Weihnachten nicht da ist, sondern mit dem Partner woanders, allerdings eine emotional herausfordernde Situation darstellen. Aber Weihnachten ist auch die Zeit, in der man anderen zeigt, wie bedeutend sie sind – und ein ganz besonderes Zeichen dieser Zuwendung ist, sich am Glück des anderen zu freuen. Das ist sinnvoller und macht letztendlich auch viel zufriedener, als den anderen emotional zu erpressen. Daher ist wohl klar: Zu Weihnachten lässt man die Kinder ziehen und nutzt das Fest so für eine neue Art der Begegnung und Verbundenheit. Jemand kann ja auch da sein, wenn er weg ist.

Hier nun einige Tipps:
1. Auch wenn Sie überrascht sind, dass Ihr Kind den Heiligen Abend nicht mit Ihnen verbringen will: Halten Sie inne. Legen Sie nicht gleich gekränkt los.
2. Klären Sie für sich, was diese Absage für Sie bedeutet. Haben Sie Sorge, nicht mehr wichtig zu sein?
3. Sprechen Sie auch mit anderen, Ihnen vertrauten Menschen darüber. Versuchen Sie nicht in Streit zu geraten.
4. Organisieren Sie weihnachtliche Begegnungen vor oder nach dem Heiligen Abend.
5. Nutzen Sie neue Medien. Wünschen Sie sich online frohe Weihnachten.
6. Stellen Sie Weihnachten als Fest der Liebe und des Gebens in den Vordergrund. Was kann es besseres geben, als Ihrem geliebten Kind eine große Freude zu ermöglichen?
7. All das schafft neue Begegnungsräume und Möglichkeiten. Und seien Sie sicher: Ihr Kind kommt bestimmt gerne wieder an einem der darauffolgenden Feiertage zu Ihnen.

Der Experte:
Dr. Philip Streit

Philip Streit ist klinischer Gesundheitspsychologe, Psychotherapeut, Lebens- und Sozialberater.
Seit 1994 leitet er das „Institut für Kind, Jugend und Familie“ in Graz.
Telefon: 0316/77 43 44
Web: www.ikjf.at
Leser-Fragenbitte an: redaktion.graz@woche.at oder per Post an „WOCHE Graz“, Gadollaplatz 1/6. Stock, 8010 Graz

Autor:

Lucia Schnabl aus Graz

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