Rückkehr aus Corona-Tiefschlaf
Diese Grazer Clubs sperren wieder auf

Das Kottulinsky lässt Geschäftsführer Wolfgang Nusshold noch zugesperrt, andere Nachtklubs in Graz sperren aber wieder auf. Wir haben nachgefragt.
  • Das Kottulinsky lässt Geschäftsführer Wolfgang Nusshold noch zugesperrt, andere Nachtklubs in Graz sperren aber wieder auf. Wir haben nachgefragt.
  • Foto: Jorj Konstantinov
  • hochgeladen von Anna-Maria Riemer

Seit Mitte März befinden sich auch die Grazer Nachtclubs im corona-bedingten Tiefschlaf, doch die ersten von ihnen eröffnen wieder. Die WOCHE hat sich umgehört, welche Clubs den Schritt wagen, warum und vor allem wie.

Gleich vorweg eine gute Nachricht für Anrainer, eine schlechte Nachricht für alle Feierlustigen: Viele Discos, darunter die Thalia, das Kottulinsky und das Three Monkeys, sperren auch weiterhin nicht auf: "Das ist wie wenn ich in ein Steak-Lokal gehe und dort gibt es dann nur vegane Speisen", beschreibt Wolfang Nusshold, unter anderem Geschäftsführer der beiden letztgenannten Nachtclubs, seine Sichtweise. So lange die Abstandsregel und die Sperrstunde um 1 Uhr gelten, werde er seine Clubs auch nicht aufsperren: "Unsere Forderung ist ein kompletter Wegfall der Sperrstunde sowie der Abstandsregel. Dafür könnte man die Gästeanzahl prozentuell beschränken, beispielsweise auf 50 Prozent. Das würde funktionieren", so Nusshold.

Geöffnete Türen

Andere Wege geht die Schrille Grille, das Nachfolgerlokal des Orange im Univiertel. Dort empfängt man bereits seit Mai Gäste zum "Sundowner". Von Dienstag bis Samstag jeweils ab 17 Uhr ist geöffnet, bei freiem Eintritt kann man mit chilliger Musik, Essen von Wilding und den hauseigenen Drinks den Tag ausklingen lassen. 

Auch der Dirty South Club in der Grazer Keesgasse sperrt am 19. und 20. Juni zum ersten Mal seit dem Lockdown wieder auf: "Wir halten es nicht mehr aus", schildert Ivo Zaricin und ergänzt hoffnungsvoll: "Vielleicht rentiert es sich nicht, weil viele unserer Gäste normalerweise erst viel später kommen, aber ich muss etwas tun. Wir probieren es aus, wenn es gut ankommt, werden wir das Programm auch auf die Wochentage ausweiten." Unterstützung vom Staat hat Zaricin bis jetzt immer noch nicht erhalten, auch deshalb öffnet er die Pforten seines Clubs wieder und stellt sich dieses Mal sogar selbst hinter die Bar. "Ab 19 Uhr ist geöffnet, der Eintritt ist frei. Wer sicher reinkommen will, kann unter dirtysouth.at einen Tisch reservieren. Wir hoffen, dass wir die maximal erlaubte Gästeanzahl von hundert Personen erreichen." 

Problematische 100-Personen-Begrenzung

Gerade diese gesetzliche Beschränkung der Gästeanzahl auf 100 Personen ist für viele Grazer Nachtclubs ein Hindernis, so auch für die Scheinbar und Club Motion: "Wir haben seit Mittwoch, 17. Juni, wieder geöffnet. Aber die Begrenzung der Gästeanzahl gemeinsam mit der Sperrstunde sind eine Herausforderung", schildert die Geschäftsführung der beiden Clubs und fügt hinzu: "Gerade wenn sich die Clubs gut füllen, müssen wir wieder schließen. Uns fehlen die zwei wichtigsten Stunden für den Umsatz. Das ist mühsam." Um präsent zu bleiben, haben sowohl Scheinbar als auch Club Motion seit dieser Woche immer am Mittwoch, Freitag und Samstag jeweils ab 20 Uhr geöffnet: "Wir probieren das jetzt dieses Monat aus und schauen, ob es funktioniert."

Dass sich viele Clubs noch im Tiefschlaf befinden, hat auch unser Rundruf gezeigt: Mausefalle, Heart, Kultus und Nachtexpress waren für uns leider nicht erreichbar und auch auf deren Social-Media-Seiten gibt es keinen Hinweis darauf, dass bald wieder eröffnet wird.

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