Von Lego-Stadt bis Forschen
Kinderrechtepreis geht an drei Grazer Projekte

Stolzer Sieger: Das SOS-Kinderdorf bat Kinder, sich ihre Umgebung mit einer halben Tonne Lego selbst zu bauen.
  • Stolzer Sieger: Das SOS-Kinderdorf bat Kinder, sich ihre Umgebung mit einer halben Tonne Lego selbst zu bauen.
  • Foto: SOS-Kinderdorf
  • hochgeladen von Anna-Maria Riemer

Bei der heurigen Vergabe des steirischen Kinderrechtepreis TrauDi! konnte Graz glänzen. In der Kategorie "Außerschulische Projekte" holte sich das SOS Kinderdorf den Sieg und auch in der Kategorie "Projekte in Schulen und Kindergärten" erreichten Ideen aus Graz Platz 2 und 3. Zudem wurde die Grazerin Gabriele Metz für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. 

Jedes Jahr zeichnet das Kinderbüro – die Lobby für Menschen bis 14 – steirische Projekte, die sich in besonderer Weise Kindern und ihren Rechten widmen, aus. Heuer stellte die Jury ganz nach dem Motto "Jedes Kind soll gerechte Chancen bekommen" die gleichen Rechte für jedes Kind in seiner Einzigartigkeit und Ausgangslage in den Mittelpunkt. Da die Gala der Kinderrechte nicht wie gewohnt im Dom im Berg stattfinden konnte, kamen Landesrätin Juliane Bogner-Strauß und Stadtrat Kurt Hohensinner bei den Preisträgern persönlich vorbei und überreichten die Auszeichnung.

"Ich bau mir meine Welt,..."

Stolzer Sieger in der Kategorie "Außerschulische Projekte" ist das SOS-Kinderdorf mit seinem Projekt „Bau dir deine Welt, wie sie dir gefällt“ in Kooperation mit der Oper Graz und Lego. Dabei wurden 2.500 Grazer Kinder aufgefordert, ihre Wünsche und Ideen für ihre Umgebung zu bauen. Vor allem Grünzeug und Bäume waren aus den Legokisten schnell vergriffen.

„Pippi Langstrumpf hat schon vor 70 Jahren auf Kinderrechte gepocht – seid wild, frech und wunderbar! Viel zu oft verblassen die Wünsche der Kleinen in den eigenen vier Wänden, landen in der Sockenlade oder unterm Bettkasten. Unser Event und der Preis ist klares Signal in Sachen Kinderrechte. Nämlich dass wir die Bedürfnisse der Kinder ernst nehmen, anhören und weiterentwickeln", freute sich Claudia Hauboldt, Projektinitiatorin und Pressesprecherin von SOS-Kinderdorf über die Auszeichnung und ergänzt: " Ich hoffe unser Projekt ist impulsgebend für reelle Erlebniswelten. Trauen wir uns doch einfach!“

Online-Forschen und Epilepsie-Beratung

Platz 2 in der Kategorie "Projekte in Schulen und Kindergärten" ging an die Volksschule Straßgang und ihren "Prof. Dr. Dr. Dr. Kevin Winter". Dieser frei erfundene Wissenschafter, der von einem Volksschullehrer während des ersten Lockdowns ins Leben gerufen wurde, führt in drei- bis fünfminütigen Videos leicht nachzumachende Experimente vor, die die Schüler eigenständig zuhause ausprobieren können. Auch konnten  die Kinder eigene Ideen umsetzen und somit Lerninhalte selber erproben und erweitern.  

Platz 3 sicherte sich das Institut für Epilepsie als kostenlose nicht-medizinische Anlauf-, Informations- und Servicestelle zum Thema Epilepsie.  In den Schulen und Kindergärten werden Pädagogen und Mitschüler beraten sowie aufgeklärt und es werden gemeinsam mit Einbeziehung der betroffenen Familien Lösungsstrategien erarbeitet.

Ehren-TrauDi!

Und noch eine weitere Grazerin konnte eine TrauDi!-Auszeichnung entgegennehmen. Gabriele Metz, Leiterin des Gender-Instituts Graz und Ombudsfrau der Ombudsstelle für Grazer Mädchen und Frauen, wurde für ihr besonderes Engagement im Sinne der Kinderrechte, das sie als Landeskoordinatorin für Steiermark und Kärnten von "KiB children care – Der Verein rund ums erkrankte Kind" lebt, ausgezeichnet. Sie ist verantwortlich für die Umsetzung der Anliegen der Eltern auf Bundesebene und in den Bundesländern und setzt sich für Gesetzesänderungen zum Wohl des Kindes im Krankheitsfall in der Familie ein. 

Tag der Kinderechte

„Außergewöhnliche Zeiten erfordern mutige, kreative Lösungen. Die Bedürfnisse und Rechte von Kindern und Jugendlichen sind im Corona-Jahr viel zu kurz gekommen. Kinder und Jugendliche brauchen mehr denn je Sicherheit, Orientierung und ehrliche Perspektiven", appelliert Hauboldt anlässlich des heutigen Tages der Kinderrechte. So wurde die Mission Kinderrechte zwar bereits vor 30 Jahren laut UN-Kinderrechtskonvention verabschiedet, allerdings sei das noch lange nicht in den Köpfen und Herzen der Erwachsenenwelt verankert, kritisiert Hauboldt.

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