Mit allen Wassern gewaschen

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Den „Sprung ins kalte Wasser“ sollte man nicht wörtlich nehmen, wenn man am Rand des 21,5 Meter tiefen und 4 Metern breiten Horizontalfilterbrunnens des Wasserwerks Andritz steht. Beim nächsten Glas Leitungswasser oder einem gemütlichen Bad denken Sie bitte kurz an dieses Bild: Ihr Wasser war gerade eben noch in einem dieser Brunnen und im 1.320 Kilometer langen Grazer Leitungsnetz. „Die Stadt Graz braucht am Tag etwa 50 Millionen Liter Wasser“, erklärt Gerald Pichler von der Holding Graz, „Etwa 40 Prozent davon kommen vom Wasserwerk Friesach, 30 vom Hochschwab und 30 aus Andritz.“

Graz als Vorreiter

In einem ganz entscheidenden Punkt kann der Stadt Graz aber so schnell keiner das Wasser reichen: In allen ähnlich großen Städten Europas wird das Trinkwasser mit Chlor oder ähnlichen Substanzen bearbeitet. In der steirischen Hauptstadt ist dagegen alles natürlich glasklar: „Wir nehmen kein Oberflächenwasser. Beginnt der Tropfen durch das Gestein ins Grundwasser zu wandern, reinigt er sich selbst. Ein einfaches Beispiel: Eine Schneeflocke vom Hochschwab braucht über zwei Jahre, bis sie ins Grundwasser durchgesickert ist“, veranschaulicht Pichler.
Ist er erst einmal dort gelandet, ist es einer dieser Brunnen, die ihn schlussendlich wieder ans Tageslicht bringen. „Seit über 100 Jahren ist jeweils eine dieser Pumpen durchgehend im Betrieb – ganz egal, ob Krieg oder Frieden.“ Und vielleicht sollte man beim nächsten Autowaschen mit dem Wasserschlauch an ein anderes Rechenbeispiel denken: Wäre das gesamte Wasser der Welt in einem 10-Liter-Kübel, dann wäre nur ein Viertel Süßwasser und gar nur ein Schnapsglas davon Trinkwasser.

Wasserfacts:

• Versorgungsgebiet: 108 km2
• Versorgte Einwohner: 265.000
• Durchschnittliche Tagesförderung: 50.242 m3
• Anzahl der Hausanschlüsse: 31.010
• Anzahl der Hydranten: 5.107
• Anzahl der Hochbehälter: 23

Der durchschnittliche Wasserverbrauch liegt bei 130 Litern pro Tag je Person:

Baden und Duschen: ca. 44 Liter
WC: ca. 40 Liter
Wäschewaschen: ca. 15 Liter
Körperpflege: ca. 9 Liter
Wohnungsreinigung: ca. 8 Liter
Geschirrspülen: ca. 6 Liter
Gartenbewässerung: ca. 5 Liter
Trinken und Kochen: ca. 3 Liter

Hier könnte Ihr Glas Wasser vom Frühstück gewesen sein. WOCHE-Redakteurin Katharina Prügger (u.) machte sich im Wasserwerk Andritz auf die Spuren des kühlen Nasses.	Fotos: Wiesner
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