Familienflüsterer
Ständige Angst vor dem Morgen

Die Angst vor der Zukunft ist eine große Belastung.
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  • Die Angst vor der Zukunft ist eine große Belastung.
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Philip Streit über Möglichkeiten, Zukunftsängste konstruktiv zu nutzen.

Wenn man sich in der Welt umhört, bekommt man den Eindruck, dass alles immer schlechter wird, und diese Ungewissheit kann Angst machen. Der Zukunftsforscher Hans Rosling sagt jedoch, dass die Welt nicht schlechter wird, denn es gibt weniger Kriege, größeren Wohlstand, mehr Bildung und eine bessere Gesundheit als jemals zuvor. Das Klima allerdings ist eine große Herausforderung. Nun gibt es Menschen, die pessimistischer in die Zukunft blicken als andere. Zukunftsangst entsteht im Kopf, denn unsere Gedanken bestimmen, wie wir über die Zukunft denken. Das bedeutet, dass man es selbst in der Hand hat, wie man mit der Zukunft und den darin enthaltenen Unsicherheiten umgeht, ob konstruktiv oder schwarzmalend. Letztendlich sind wir Zukunftswesen und nicht Opfer der Vergangenheit.

Tipps

Hier nun einige Tipps zum konstruktiven Umgang mit der Angst vor der Zukunft:
1. Bemerken Sie tagtäglich das kleine Gute und Schöne.
2. Bemerken Sie, was Ihnen gelingt und starren Sie nicht auf das, was Ihnen nicht gelingt – das Glas ist halb voll und nicht halb leer.
3. Machen Sie sich selbst Komplimente und holen Sie sich Komplimente von anderen. Nutzen Sie zum Vorwärtsgehen Ihre Stärken und Leidenschaften.
4. Machen Sie sich eine positive Vorstellung von der Zukunft. Stellen Sie sich vor, was und wie Sie alles in Ihrem Leben haben wollen und machen Sie dazu einen Schritt-für-Schritt-Plan. Bemerken Sie dann die kleinen Erfolge, anstatt das Unmögliche und Unerreichbare zu beklagen.
5. Engagieren Sie sich und seien Sie aktiv. Geben Sie nicht gleich auf, wenn Ihnen etwas nicht gelingt. Sagen Sie nicht, dass es nicht geht, sondern dass es noch nicht geht.
6. Geben Sie sich selbst Zeit, halten Sie inne und meditieren Sie manchmal.
7. Pflegen Sie liebevolle und konstruktive Beziehungen – das stärkt Ihr Selbst am allermeisten.
8. Führen Sie ein positives Tagebuch – schreiben Sie täglich auf, was Ihnen gelingt.

Der Experte

Philip Streit ist klinischer Gesundheitspsychologe, Psychotherapeut, Lebens- und Sozialberater.
Seit 1994 leitet er das „Institut für Kind, Jugend und Familie“ in Graz, das unter anderem psychologische Lernbetreuung anbietet.
Telefon:0316/77 43 44
Web:www.ikjf.at
Leser-Fragen bitte an: redaktion.graz@woche.at oder per Post an „WOCHE Graz“, Gadollaplatz 1/6. Stock, 8010 Graz

Die Angst vor der Zukunft ist eine große Belastung.
Autor:

Anna-Maria Riemer aus Graz

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