Tomislav Kocijan: "Irgendwann werde ich Sturm-Trainer"

Bilder aus alten und erfolgreichen Zeiten: Die Helden der 98er-Generation Tomislav Kocijan (l.) mit Roman Mählich.
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Trainer Tomislav Kocijan hat Erfolg. Vielen seiner 98er-Sturm-Kollegen gelang das heuer nicht.

Der SK Sturm nahm am Montag unter seinem neuen Trainer Nestor El Maestro das Training auf. Der gebürtige Serbe übernahm bekanntlich das Zepter von Roman Mählich, der entlassen wurde. Mählich befindet sich allerdings in guter Gesellschaft, wurde doch auch sein Kollege aus Sturms 98er-Ära, Ranko Popovic, bei St. Pölten gefeuert. Generell war es für die Trainer aus Sturms goldener Generation ein schwieriges Jahr, auch Markus Schopp musste mit Hartberg bis zum letzten Spieltag kämpfen. Einer glänzte allerdings so richtig, wenn auch einige Klassen tiefer: Tomislav Kocijan wurde mit St. Anna Meister der steirischen Landesliga. Der ehemalige Top-Stürmer berichtet von seinen Erfolgen, seinen Zielen und wie sehr er mit seinen ehemaligen Mitspielern mitgefiebert hat.





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"Natürlich habe ich die Spielzeiten vom Romschi, Schoppi und Popo noch genauer als den restlichen österreichischen Fußball verfolgt, wir waren damals ja eine Top-Gruppe, da fieberst du noch einmal anders mit", so Kocijan über seine Kollegen. Der St.-Anna-Erfolgscoach betont aber: "Das sind Kollegen, deswegen wird man von mir nie ein Urteil über ihre Arbeit hören. Als Trainer hast du heutzutage einfach einen riesigen Druck, du bekommst keine Zeit und wenn du drei Spiele verlierst, musst du gehen." Dass ihn die Aufgabe, auch eine Bundesligamannschaft zu trainieren, extrem reizt, verheimlicht Kocijan aber keinesfalls: "Ich bin eigentlich immer bescheiden, aber ich weiß, dass ich die Qualität habe, auch in der Bundesliga Trainer zu sein." Welcher Verein es sein soll, ist klar: "Nichts gegen Rapid, Salzburg oder die Austria – aber Sturm ist in Österreich einfach ein besonderer Verein, allein schon wegen der Geschichte. Es hier wie Franco Foda zu machen und nach dem Meistertitel als Spieler auch als Trainer die Schale zu stemmen, wäre ein Traum. Ich bin mir sicher – irgendwann trainiere ich den SK Sturm!"

Das Ziel ist klar

Bevor diese Vorhaben in die Tat umgesetzt werden können, freut sich Kocijan aber auf die Saison in der Regionalliga mit St. Anna: "Ich war als Spieler viermal Meister in der Bundesliga und habe im Unterhaus einige Titel sammeln können, auch als Trainer – trotzdem fühlt es sich wie mein erster Meistertitel an. Das Stichwort ist ganz einfach Ehrgeiz!"
Das Ziel für die kommende Saison ist klar: "Wir wollen, wenn möglich, immer jedes Spiel gewinnen, das ist klar. Das Wort Abstieg existiert in meinem Wortschatz nicht." Seine Arbeit in St. Anna will der 51-Jährige wie gehabt fortsetzen: "Jeder Trainer hat seinen eigenen Stil, aber grundsätzlich will ich immer fair und gerecht zu den Spielern sein. Ich hatte das Glück, die beiden besten Trainer der Welt als Mentoren und Lehrer zu haben: Ivica Osim und Otto Baric. Sie haben mir diese Werte vermittelt." Tomislav Kocijans Linie ist also klar, vielleicht kann er sie ja wirklich einmal bei "seinem" Verein, dem SK Sturm, verwirklichen ...

Bilder aus alten und erfolgreichen Zeiten: Die Helden der 98er-Generation Tomislav Kocijan (l.) mit Roman Mählich.
Tomislav Kocijan: "Ich konnte von den beiden besten Trainern der Welt lernen – Ivica Osim und Otto Baric."

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