Wirnsberger mit großen Plänen: E-Lkw sollen in Graz anrollen

Neue Richtung: Stadträtin Wirnsberger möchte Lkw aus dem Grazer Stadtgebiet bekommen und auf E-Technologie setzen.
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Elektrizität als Motor der Zukunft? Neue Verkehrstechnologien sind in aller Munde. In Graz denkt man in der E-Mobilitätsrichtung jetzt noch weiter.
Der neueste Plan von Umweltstadträtin Tina Wirnsberger für eine Feinstaub-Entlastung der Innenstadt: Die Verbannung von mit Diesel betriebenen Lastkraftwagen. Sie sollen durch E-Lkw abgelöst werden. Über eine eigene Förderung wird diskutiert.

Umstieg an der Stadtgrenze

"Der Plan ist, Verteilerzentren an der Stadtgrenze zu installieren, wo von herkömmlichen Lkw auf die Elektro-Varianten gewechselt werden kann", sagt Wirnsberger. Der Umstieg der Logistikunternehmen auf E-Lkw soll finanziell gefördert werden. Als Vorbild für dieses Modell könnte die Stadt Vicenza in Italien dienen. Dort werden durch das System Veloce alle Zustellungen im innerstädtischen Bereich zu 100 Prozent mit Elektrofahrzeugen durchgeführt.

Große Nachfrage

Die Nachfrage bei den Betrieben ist da und Graz hat das nötige Know-how. Die Firma Herbert Temmel Spedition und Logistik hat als erstes Speditionsunternehmen Österreichs bereits zwei E-Lkw in seiner Flotte.
„Wir haben Erfahrung auf dem Gebiet. Wir haben die E-Lkw extra aus herkömmlichen Lkw umrüsten lassen. Mit den beiden E-Lkw machen wir aktuell Shuttle-Fahrten für Magna", sagt Geschäftsführerin Hermine Resch. Wirnsberger bestätigt, dass mit der Firma Temmel Logistik über eine Zusammenarbeit nachgedacht wird.

Politik ist gefragt

Doch nicht nur mit der Firma Temmel Logistik ist man im Gespräch, auch der Austausch mit Bürgermeister Siegfried Nagl und Verkehrsstadträtin Elke Kahr ist bereits in vollem Gang. „Es hat erste Gespräche gegeben, nun muss weiter evaluiert werden“, heißt es aus dem Bürgermeisterbüro. „Wir diskutieren über eine mögliche Lösung“, sagt Wolfgang Wehap aus dem Büro Kahr. „Wir befinden uns auf einem guten Weg", freut sich Wirnsberger.
Insgesamt macht der Güterverkehr in Graz rund 14 Prozent der gefahrenen Kilometer aus. Neueste Studien der TU zeigen, dass bei der Umstellung eines 3,5 Tonnen Lkw auf E-Antrieb bis zu 90 Prozent CO2 eingespart werden können. Bei Umstellung eines 18-Tonners bis zu 62 Prozent. "Es geht um unsere Luft und somit die Gesundheit der Grazerinnen und Grazer“, erklärt die Umweltstadträtin.

Förderung notwendig

Natürlich müsse auch den Unternehmen für den Umstieg ein Anreiz geboten werden. "Die Förderung für die Logistikunternehmen muss dementsprechend ausfallen", betont Wirnsberger. Für Lastenräder, die in Graz boomen, können Unternehmen und Hausgemeinschaften schon Förderungen beantragen. Der Umstieg auf umweltfreundliche E-Fahrzeuge für Taxianbieter oder Lieferserviceketten wird bereits seit dem Jahr 2009 von der öffentlichen Hand in Graz gefördert. 

Neue Richtung: Stadträtin Wirnsberger möchte Lkw aus dem Grazer Stadtgebiet bekommen und auf E-Technologie setzen.
Hat Pläne für bessere Luft in Graz: T. Wirnsberger
Autor:

Stefan Haller aus Graz

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