Diese Produkte sagen noch "Ja zu A": Business-Lunch mit mapbagrag

Ein Kaffee am Morgen muss sein: Florian Hazmuka (r.) und Redakteur Christoph Hofer überzeugten sich von den Tribeka-Röstungen.
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Echte Handarbeit, made in Austria? Ja, das gibt es noch! Im Rahmen eines WOCHE-Business-Frühstücks erzählt Florian Hazmuka den steilen Aufstieg der Marke mapbagrag.

Ein Blick auf die mapbagrag-Homepage zeigt Ihr breites Produktportfolio ...
Wir bieten mittlerweile von ganz kleinen Täschchen über Rucksäcke, Damen- und Handytaschen sowie simple Einkaufstaschen eine breite Palette an.

Verstehen Sie sich als Antithese zur heute oft gängigen Massenfertigung?
Ganz genau. Wir haben früher auch mit sehr kleinen Serien, die teilweise nur bis zu hundert Stück umfasst haben, gestartet. Da war es nicht so einfach, Unternehmen zu finden, die derart kleine Produktionsaufträge annehmen.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, mapbags herzustellen?
Vor rund neun Jahren haben wir ein Souvenir für die Stadt Wien gestaltet. Im Rahmen eines Wettbewerbes haben wir Landkarten auf Papier gedruckt. In weiterer Folge habe ich mich intensiv mit verschiedensten Papiersorten auseinandergesetzt und in diesem Bereich auch Forschung betrieben. Dann haben wir innerhalb kürzester Zeit jenes Material gefunden, das heute die Grundlage unserer Produkte darstellt.

Die "Just-in-Time"-Fertigung ist ein wichtiges Stichwort. Was hat es damit auf sich?
Bei uns wird jeder Kundenwunsch sofort behandelt. Da kann es schon einmal vorkommen, dass wir einen Anruf erhalten und sechs Stunden später erhält der Kunde das gewünschte Produkt. Die kleinen Serien ermöglichen es zudem, ganz individuell auf die Kunden einzugehen. Unser Anspruch ist es einfach, faire und flexible Produkte herzustellen.

Dabei spielt auch das Thema Nachhaltigkeit eine Rolle ...
Unsere mapbags enthalten 25 Prozent von bereits recyceltem Material, keine Gifte und sind außerdem pH-neutral. Außerdem wird der Abfall, der bei der Papiererzeugung anfällt, wiederverwertet.

Welche spezifischen Merkmale weisen die mapbags noch auf?
Alle mapbags bestehen aus wasser- und reißfestem Papier und besitzen kein Ablaufdatum, sofern von einem normalen Nutzverhalten ausgegangen werden kann (lacht). Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass man alle Erzeugnisse in der Waschmaschine waschen kann. Besonders hervorheben möchte ich, dass alles in Handarbeit hergestellt wird.

Stichwort Handarbeit: Können Sie einen kurzen Einblick in die Produktion geben?
Der Kunde kann sich zunächst ein beliebiges Cover in unserem Webshop aussuchen und in weiterer Folge das gewünschte Design angeben. Meine Frau Angelika erstellt dann eine Fotomontage. Passt es dem Kunden, werden die verschiedenen Modellgrößen als Netz angelegt, mit den Motiven belegt und auf großen Bögen zusammengestellt. Nach dem Besuch in der Druckerei muss alles zugeschnitten werden, ehe zum Schluss der Nähvorgang startet.

Eine weitere Besonderheit ist Ihre Zusammenarbeit mit lokalen Betrieben ...
Sie waren nicht einfach zu finden, aber mittlerweile haben wir acht, neun Produzenten, die vorrangig aus Österreich kommen und auch kein Problem mit unseren kleinen Bestellserien haben.

Gibt es weitere Prototypen, die Sie aktuell testen?
Wir haben Ideen für die nächsten 20 Jahre, so sind wir etwa dabei, fertige Jacken zu entwickeln. Es gibt eigentlich keine Grenzen, aktuell sind wir mit unserem Sortiment sehr ausgelastet.

Steckbrief von Florian Hazmuka

Geboren am 23. Mai 1979.
Ist mit Angelika Krenn-Hazmuka verheiratet und hat zwei Kinder.
Lebt mittlerweile in Stainz in der Weststeiermark. "Irgendwann hat es in Graz nicht mehr gepasst, wir fühlen uns in Stainz jetzt so richtig wohl."
Hazmuka hat nach Abschluss der Hauptschule eine Feinmechaniker-Lehre in Graz gemacht. Danach war er in der Autoentwicklung bei Magna tätig. "Ich war dann viel unterwegs, beispielsweise in den USA. Irgendwann wollte ich nicht mehr in so einem großen Unternehmen tätig sein, dann bin ich dem Reiz der Selbstständigkeit erlegen."
Als erste Idee wurde ein Wand-wasserfall umgesetzt, danach begann Hazmuka, 3D-Visualisierungen zu machen.
Letztendlich mündete alles in die Gründung der Full-Service-Agentur plusminus design, die Marke mapbagrag wurde dann vor rund neun Jahren aus der Taufe gehoben.
Wichtig ist dem 38-Jährigen vor allem, dass "ich mir von einer Situation immer selbst ein Bild mache, bevor ich ein Urteil treffe".
Besonders glücklich ist er auch über die Tatsache, die Väterkarenz in Anspruch genommen zu haben. "Die Zeit mit den Kindern ist einfach wunderschön."
In seiner Freizeit fährt er gern mit dem Rad oder spielt mit seiner Frau Volleyball.

Infos zum Unternehmen

Adresse: Puchstraße 17, 8020 Graz
Gegründet: vor rund neun Jahren (mapbagrag)
Aktuell arbeiten neben Florian Hazmuka auch noch seine Gattin Angelika Krenn-Hazmuka und Sandra Krainer an den Taschen.
Telefon: 0316/82 83 51
Webshop: www.mapbagrag.com/shop
Die Kunden können im Webshop unter anderem zwischen Smartphone-Hüllen, Hüllen für sämtliche Tablets und MacBooks, Turnsackerln, Multifunktionstaschen, Umhängetaschen, Rucksäcken und Geldbörsen auswählen.
Auf Wunsch werden einzigartige Merchandising-Produkte für Firmen ebenso produziert wie spezielle mapbags mit eigenen Motiven.
Eines der neuesten Produkte ist die Bauernmarkttasche, die auch im Auftrag der Stadt Graz (Abteilung für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung) entwickelt wurde.

Ein Kaffee am Morgen muss sein: Florian Hazmuka (r.) und Redakteur Christoph Hofer überzeugten sich von den Tribeka-Röstungen.
Von Magna in die Selbstständigkeit: Florian Hazmuka

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