Grazer Blick in die Zukunft ohne Autolenker

Ein Auto, gelenkt von Geisterhand? Das könnte auch in Graz bald Realität werden. Die Digitalisierung des Personentransports macht's möglich.
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  • Ein Auto, gelenkt von Geisterhand? Das könnte auch in Graz bald Realität werden. Die Digitalisierung des Personentransports macht's möglich.
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An der TU Graz wird über die Zukunft der Mobilität diskutiert:
Autonomes Fahren spielt eine große Rolle.

Ins Auto einsteigen, losfahren und gemütlich ein Buch lesen oder einen Film am Smartphone schauen: Was für die einen völlig verrückt klingen mag, ist für die anderen ein großer Zukunftstraum, der von der Gegenwart eingeholt wird. Längst sind autonom fahrende Autos keine Utopie mehr, auch Graz ist Testzentrum (siehe Artikel links). Welche Möglichkeiten die stetig fortschreitende Digitalisierung des Personen- und Gütertransports für die Menschen mit sich bringen kann, erörtern am kommenden Donnerstag AVL-Lead-Engineer Johannes Mayr und TU-Graz-Forscher Mario Hirz im Rahmen eines Online-Vortrages (Infos und Anmeldung: siehe unten).

Kalifornien macht's vor

"Der Mobilitätssektor befindet sich gegenwärtig in einer Veränderungsphase. Einerseits werden neue Antriebssysteme entwickelt, um CO2 zu reduzieren, andererseits ist die Technologie für autonom fahrende Autos schon sehr weit", erklärt Hirz, seines Zeichens stellvertretender Leiter des TU-Instituts für Fahrzeugtechnik. In Kalifornien seien Testflotten autonomer Lieferfahrzeuge schon auf öffentlichen Straßen unterwegs. In Europa sei man noch nicht so weit, "das liegt aber auch an den Rahmenbedingungen. In der Wiener Straßenverkehrskonvention von 1968 heißt es, dass der Fahrer immer die Kontrolle über das Fahrzeug haben muss."

Experte in Sachen Fahrzeugtechnik und Co.: Mario Hirz
  • Experte in Sachen Fahrzeugtechnik und Co.: Mario Hirz
  • Foto: TU Graz/Lunghammer
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Roboterfahrzeuge für Firmen

Der Experte glaubt dennoch, dass die Technologie auch hierzulande bald eingesetzt werden könnte. "Es wird autonom fahrende Vehikel für gerade Strecken wie auf Autobahnen geben. Auf einer Bergstraße oder in historisch gewachsenen Städten wird es immer einen Fahrer, der eingreift, brauchen. Roboterfahrzeuge ohne Lenkrad wird man zuerst in geschlossenen Bereichen, zum Beispiel auf Firmengeländen, mit definierten Routen testen."
Viele Menschen würden der Technologie aber noch nicht trauen, Stichwort Sicherheit. "Ein Beispiel: 2020 haben Robotertaxis in den USA 630.000 Meilen auf öffentlichen Straßen abgespult, dabei wurden nur 21 Fehler dokumentiert. Das wird also immer besser." Hirz ist sich aber auch bewusst, dass autonome Fahrzeuge nicht alle Verkehrsprobleme lösen. "Das Auto ist ja nicht weg, nur weil es keinen Lenker gibt, und braucht somit Platz. Daher braucht es unter anderem Carsharing-Modelle und auch gute Öffis."

Infos zum Talk

Event: TU-Veranstaltungsreihe "Expert Spotlight"
Thema: Digitalisierung des Personen- und Gütertransports
Datum: 8. April, 16-17 Uhr via Webex
Anmeldung: https://www.tugraz.at/tu-graz/services/news-stories/tu-graz-events/eventdetails/article/expert-spotlight-digitalisierung-und-mobilitaet/

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