Auslandsdelegation
Steirisch-israelische Freundschaft – Kooperation bei Start-ups im Medizinbereich

Starke Steirer in Israel: Robert Brugger, Günther Schabhüttl, Barbara Eibinger-Miedl, Johann Harer, Lars-Peter Kamolz
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  • Starke Steirer in Israel: Robert Brugger, Günther Schabhüttl, Barbara Eibinger-Miedl, Johann Harer, Lars-Peter Kamolz
  • Foto: Land Steiermark
  • hochgeladen von Roland Reischl

Der Zeitpunkt hätte eigentlich nicht symbolträchtiger gewählt werden können: Mitten in der Karwoche ist eine rund 30-köpfige steirische Wirtschaftsdelegation, angeführt von Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl und Humantechnologie-Geschäftsführer Johann Harer ins „heilige Land", nach Israel, aufgebrochen. Die religiösen Aspekte, die Vielfalt der Glaubensrichtungen, die Israel wie eine Miniatur der ganzen Welt erscheinen lassen, sind in jedem Moment spürbar. Vor allem in Jerusalem – im Gegensatz zum weit liberaleren Tel Aviv – prägen strenggläubige Juden das Stadtbild, Seite an Seite mit Muslimen, Kopten und griechisch-orthodoxen Priestern.

Das Missionsziel der Steirer-Delegation, bestens vorbeitet vom Internationalisierungcenter Steiermark (ICS) unter der Führung von Robert Brugger, hat aber weniger mit Religion zu tun, sondern vielmehr mit einem starken Glauben an die eigene Stärke: Kooperationen mit dem in der Humantechnologie herausragenden Israel, sollen geschaffen werden, außerdem geht es um Einblicke in die Bereiche Digitalisierung und Internetsicherheit. Last, but not least hat Israel eine aktive und dynamische Start-up-Szene, bei der die Steirer andocken wollen. „Generell geht es uns darum, den gegenseitigen Wissens- und Technologietransfer zu fördern“, bringt es Eibinger-Miedl auf den Punkt.

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Der Humantechnologie-Cluster hat dafür optimale Vorarbeit geleistet, wie Johann Harer bestätigen kann: „Wir haben bereits im Vorjahr gute Kontakte zu Israel, im speziellen zum Shizim-Konzern geknüpft. Dieser wiederum ist nicht nur das führende Biomed-Unternehmen Israels, sondern betreibt auch den stärksten „Acclerator“ (Weiterentwicklung von Start-ups), mittlerweile ist man damit in rund zehn Ländern aktiv. Im Mittelpunkt steht deshalb auch eine Vertragsunterzeichnung, eines „Letter of understanding“. Damit nicht genug: Shizim soll auch ein Office im ZWT installieren. „Dann wollen wir konkrete Projekte gemeinsam vorantreiben“, so Harer. Man baut darauf, damit das internationale Netzwerk von Shizim im Hinblick auf Investoren, aber auch auf Mentoren und Coaches besser nutzen zu können. Im Gegenzug kann die Steiermark eine mit TU und Med-Uni sowie dem industriellen Umfeld (Infineon, ams, AT&S) ausgezeichnete Infrastruktur anbieten. „Shizim kann hier Start-ups fertig entwickeln, klinische Studien durchführen und unsere exzellenten Forscher unserer Unis nutzen“, sieht Harer eine Win-win-Situation. Gerade im Medizinbereich gebe es hier Bedarf, weil es für Entwicklungen einen langen Atem braucht. „Es reichen da keine kurzfristigen Invests, wir reden da von fünf Jahren und mehr, von Summen in der Größenordnung von 5 bis 25 Millionen Euro. Genau hier wolle man vom Netzwerk und der Dynamik Israels profitieren.
Außerdem auf dem Programm: Der Besuch bei führenden Forschungsinstitutionen im Bereich der Life Sciences, bei ausgewählten High-Tech Unternehmen, bei Innovationsbehörden und privaten Venture Capital-Institutionen sowie bei Israels ältester Universität. Für die Steiermark unter anderem mit dabei: Vizerektor Peter Riedler (Karl-Franzens-Uni), Werner Leodolter (Kages), Lars-Peter Kamolz (Med-Uni), Günther Lackner (Silicon Alps) Paul Kutschera (AT&S) und Peter Grieshofer (Klinik Judendorf-Straßengel).

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