#17 Bezirke – St. Peter. Wie die Baustellen von morgen aussehen

"Schau-Baustelle": In der Petersbergenstraße ist die innovative Bautechnik in Verwendung und kann besichtigt werden. | Foto: Holding Graz
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  • hochgeladen von Christoph Hofer

Baustellen hier, Baustellen da: In Graz wird heuer wieder so richtig in die Hände gespuckt. Dass Beeinträchtigungen für den Verkehr und für Anrainer dabei nicht ausgeschlossen werden können, liegt in der Natur der Sache. Die Holding Graz Wasserwirtschaft setzt daher verstärkt auf alternative Baumethoden, um die Belastungen für Umwelt und Bevölkerung so gering wie möglich zu halten.

Alternative Baumethoden

Vorreiter ist man in Graz vor allem aufgrund von grabungsarmen Techologien. "Vor allem bei den Leitungsbauarbeiten für Trinkwasser führen wir beinahe 40 Prozent mittels alternativer Baumethoden durch", sagt dazu Martin Stoff, seines Zeichens Leiter Netz- und Anlagenbau Süd der Holding Graz Wasserwirtschaft. Für die grabungsarme Sanierung von Trinkwasser-Druckleitungen gebe es verschiedene Verfahren. Welches dann tatsächlich angewendet werde, hänge von zahlreichen Faktoren, wie der Verkehrssituation oder den Kurvenradien, ab.

Kaum Grabungsarbeiten

"Wir wenden vorwiegend sogenannte Berstlining-, Relining- und Spülbohrverfahren an. Bei diesen Bauweisen muss nur punktuell aufgegraben werden. Die Leitung wird unterirdisch verlegt, im Vergleich zu herkömmlichen Bauweisen verringern sich die Grabungsarbeiten um rund 80 Prozent", so Stoff.
Die Funktionsweise des Berstlining-Verfahrens konnte am Montag erstmals überhaupt in der Murmetropole live bei der Baustelle Petersbergenstraße miterlebt werden.

Belastungen sinken

Die Vorteile liegen für Stoff auf der Hand: "Wertvolle Oberflächen werden geschont, aufwändige Aushub- und Wiederherstellungsarbeiten entfallen. Damit sinken auch die Belastungen für Anrainer und Bauarbeiter, Lärm, Staub und Abgase sind geringer."
Auch der Verkehr könne meist ungehindert fließen, denn eine Totalsperre der Straße sei nicht mehr notwendig. "Dazu werden die Wurzeln der Bäume besser geschont, denn wir müssen weniger Bodenmassen mehr ausheben." Neben den Vorteilen für Mensch und Umwelt gibt es auch ökonomische Aspekte, die ein Berstlining-Verfahren sinnvoll machen. "Das Projekt Petersbergenstraße kann durch die geringeren Gesamtkosten im Vergleich zur offenen Bauweise um rund 25 Prozent günstiger umgesetzt werden." <

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