27.09.2017, 17:56 Uhr

Lasst bitte die Bäume entlang der MUR leben.

Schon als Kind war mein Spielplatz der Augarten, das Murufer.

Hier konnte man in Ruhe sitzen und den wilden Wellen zusehen, Oft haben wir uns nach der Schule in den Murauen getroffen. Es war unser Platz. Geheim und wild  und faszinierend.

Viele Jahre später bin ich zurückgekehrt.
Ich finde das gleiche Muster am Betongeländer, die gleichen alten Bäume, vielleicht etwas gebeugter, der rote Pavillion findet sich nach wie vor  in der Mitte des Augartens.

Der Spielplatz wurde inzwischen modernisiert. Das alte metallene Ringelspiel wurde weggeschafft, dafür spielen Kinder auf dem Abenteuerspielplatz.An sonnihgen Nachmittagen finden sich zahlreiche Jugendliche und junge Menschen, lesend, dösend, diskutierend, sie betreiben alle möglichen Arten von Sport oder feiern im Augarten ein Fest.

Doch ich habe Angst.
Ich habe große Angst, dass in Kürze das Murufer mit seinem ursprünglichen Baumbewuchs massiv verändert wird.
Ich habe Angst, dass ich das wilde Rauschen der Mur in naher Zukunft nicht mehr hören werde.
Ich habe Angst, dass die Feinstaubbelastung im Winter durch die fehlenden Bäume  (Filterfunktion der Bäume) in die Höhe schnellen wird.
Ich habe Angst, dass zukünftigen Generationen das jetzige wunderschöne Erscheinungsbild der Mur und des Murufers durch Profitinteressen vorenthalten wird.
Ich habe Angst vor den Lügen, Lügen, um die Bevölkerung manipulieren zu können.
Ich habe Angst, dass nach der Nationalratswahl weitere Bäume entlang der Mur geschlägert werden.
Ich habe Angst, dass ich den Bäumen nicht helfen kann.
Bitte lasst ein Wunder geschehen.
Bitte lasst doch die restlichen Bäume entlang der Mur leben.
Bitte lasst die MUR als wilden Fluss fließen.
Bitte.
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