25.07.2017, 13:00 Uhr

Lexikon des unnützen Wissens: Wer die Pappenheimer am besten kannte

Vorgestern vor 385 Jahren war ein großer Tag für Gottfried Heinrich zu Pappenheim. Der adelige Feldherr, der für die Katholiken im Dreißigjährigen Krieg kämpfte, nahm am 23. Juli 1635 die Stadt Dortmund ein. Pappenheim? Hat der was mit dem Spruch "Ich kenne meine Pappenheimer" zu tun? Ja, hat er. Sein persönliches Regiment zeichnete sich nämlich durch besondere Tapferkeit aus. Ein "Pappenheimer" zu sein, das war einst eine Ehre. Man war stolz, ein solcher zu sein - und der Begriff "Pappenheimer" wurde zum Synonym für positive Eigenschaften. Mittlerweile verwenden wir den Spruch aber im eher gegenteiligen Sinn ...

Da fällt mir ein: Wenn einem etwas durch die Lappen geht, freut man sich nicht wirklich. Gefreut hat sich hingegen das wild, welches einst durch die Lappen ging. Denn bei der sogenannten Lappenjagd wurden bis zum 18. Jahrhundert Bahnen aus Stofflappen gebildet. Rehe und Hirsche wurden auf diese Bahnen zugetrieben. An deren Enden warteten die adeligen Jagdherren. Das Wild mag solche bunten Tücher nicht, deswegen rannte es meist geradeaus weiter - in den Tod. Brach mal ein Tier seitlich aus, ging es durch die Lappen ...
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