18.05.2016, 00:00 Uhr

Reininghaus soll Vorbild für eine neue Gesellschaft werden!

Neuer Stadtteil: So könnte es in Reininghaus im Westen der Stadt schon bald ausschauen. (Foto: Hofstätter & Kletzenbauer)

Der neue Stadtteil ist für die Andrea Redi von "Reiningherz" die große Chance für eine offenere Stadt.

Während Investoren daran arbeiten, dass in Reininghaus bald 10.000 Menschen Platz zum Wohnen haben, arbeitet die Initiative "Reiningherz" daran, dass diese Menschen dort in Zukunft vor allem auch gut zusammenleben. Andrea Redi ist Teil der "Stadtdenkerinnen", die sich aus Architekten, Soziologen, Kunst- und Kulturschaffenden zusammensetzt, und aus der "Reiningherz" hervorgegangen ist. Für sie ist Reininghaus zuallererst einmal eine riesige Chance: 54 Hektar auf denen von null weg ein neuer Stadtteil entstehen wird. Eine Chance, die aber auch richtig genützt werden will: "Reininghaus soll Vorbild für eine neue Gesellschaft werden!", lautet deshalb das Ziel der Architektin. Im Zentrum einer neuen, inklusiven Gesellschaft soll dann das "Reiningherz" schlagen, das – verortet in der alten Tennenmälzerei – Impulsgeber und kulturelles Zentrum des neuen Stadtviertels werden soll.

Ein Herz für Reininghaus

Lesen Sie hier einige der wichtigsten Ziele von "Reiningherz":
Einen Begegnungsort schaffen: "Durch die globale Fluchtbewegung hat man gesehen, dass es schon längst ein Miteinander des Verschiedenen gibt – dafür müssen wir Rahmenbedingungen schaffen. Der Stadtteil muss auf jeden Fall mit der Situation umgehen und Räume schaffen, wo ein Miteinander möglich ist", ist Redi überzeugt.
Vernetzen: Da das Areal in Quartiere aufgeteilt wurde, die von verschiedenen Investoren mit unterschiedlichen Interessen bebaut werden, möchte "Reiningherz" für eine Vernetzung sorgen, damit die einzelnen Teile gemeinsam funktionieren. "Es sollen nicht nur wirtschaftliche Aspekte im Vordergrund stehen, sondern auch soziale und kulturelle."
Raum für Kunst schaffen: Die Tennenmälzerei soll zum Produktionsort für die Grazer Kunst- und Kulturszene werden – mit Ateliers, Proberäumen, Workshops, etc.
Die richtigen Zutaten für eine rosige Zukunft, so Redi: "Reininghaus wird die Stadt Graz auf eine neue, urbanere Ebene heben."

WOCHE Wissen
Reiningherz ist eine offene Plattform, die eine soziale und ökologische Stadtentwicklung in Reininghaus zum Ziel hat.
Hinter der Initiative steht der Verein "Stadtdenkerinnen", deren Obfrau ist Heidrun Primas, Leiterin des Forum Stadtpark, Mitglieder sind unter anderem Markus Bogensberger (Haus der Architektur), Werner Schrempf (La Strada), der Soziologe Rainer Rosegger und die Architektin Andrea Redi.

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Ihre Meinung ist gefragt: Was denken Sie über Reininghaus? Was braucht es, damit der neue Stadtteil von den Menschen angenommen wird und funktioniert? Welche Fehler sollten dort vermieden werden? Schreiben Sie Ihre Gedanken und Vorschläge an leserbrief@woche.at, kommentieren Sie auf www.facebook.com/wochegraz oder unter diesem Artikel.
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