22.10.2014, 09:26 Uhr

Kommentar zur Situation bei Sturm: Fettnäpfchen und der Platz an der Sonne

Frisch geduscht nach dem Training, mit Jeans und lässigem T-Shirt mit Hirsch-Aufdruck erschien Foda zum Interview auf der Messendorfer Terrasse. Zweifellos ist der Deutsche auch einer, der gerne seine Hörner, oder in diesem Fall eben sein Geweih, einmal ausfährt. Wenn ihm etwas nicht passt oder gegen den Strich geht, sagt der 48-Jährige das offen hinaus. Das ist für den Betroffenen vielleicht nicht immer ein prickelndes Erlebnis, dennoch ist’s in einer Gesellschaft, wo jeder jeden hinter dem Rücken ausrichtet, fast eine Wohltat. Foda vertritt seine Meinung aber nicht nur gegenüber Pressevertretern, auch im Verein spricht er Missstände und Ungemütliches an. Man darf gespannt sein, wie das bei einem Klub ankommt, dessen Führungsriege in den letzten Wochen kaum ein Fettnäppchen ausließ. Ein Verein, bei dem man das Gefühl hat, dass man lieber untereinander mit allen Tricks um den Platz an der Sonne (sprich auf einer möglichst großen medialen Bühne) kämpft, als sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Und das Wesentliche ist noch immer der SK Sturm Graz. Als Spielplatz der persönlichen Eitelkeiten sollte ein Traditionsverein wie die Schwarzen eigentlich nicht dienen – da sei dem einen oder anderen Vorstands-, Aufsichtsrats- oder "Was-auch-immer"-Mitglied vielleicht doch schon eher zum Schritt in die Politik geraten.
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