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Der Nachwuchstennisspieler Alex Huszar aus Hartberg sammelt binnen weniger Wochen erste ATP-Punkte und steigt mit nur 18 Jahren erstmals in die Weltrangliste ein.
HARTBERG. Mit fünf Jahren stand Alex Huszar dank seines Vaters zum ersten Mal auf dem Tennisplatz, seither ist der Sport aus seinem Leben nicht mehr wegzudenken. Seit fünf Jahren arbeitet der 18-Jährige mit seinem Trainer Joachim Kovacs zusammen, mit dem ihn mittlerweile ein enges Vertrauensverhältnis verbindet. Zwischen Tennis, Ausdauer, Kraft, Koordination und Konditionstraining kommt Huszar auf bis zu 30 Trainingsstunden pro Woche, während Turnieren und Meisterschaften reduziert sich dieser Umfang. Allein im vergangenen Jahr verbrachte er insgesamt 23 Wochen im Ausland, unter anderem in Bangkok, Oslo, Kairo, Astana, Frankfurt und Porec.
"Ich freue mich sehr, diesen Weg als Trainer gemeinsam mit ihm zu gehen. Zu sehen, wie viel Arbeit, Disziplin und Leidenschaft in seiner Entwicklung steckt, ist beeindruckend mitzuerleben." Joachim Kovacs, Trainer
Matura und Bundesheer
Als Leistungssportler hat Huszar einen durchgetakteten Tagesablauf und muss auf vieles verzichten, was im Alltag Gleichaltriger selbstverständlich ist. Gestört habe ihn das aber nie, wie er selbst betont. Neben dem intensiven Trainingsalltag schloss er heuer trotzdem erfolgreich seine Matura ab. Ab 5. Oktober kommt er als Heeressportler zum Bundesheer, was er als optimale Grundlage für seine weitere sportliche Entwicklung sieht.
"Als Eltern erlebt man diesen Weg ganz anders. Wir sind bei vielen Turnieren dabei, sehen die Siege, aber auch die Enttäuschungen die Anspannung und die Momente, in denen es nicht leicht ist. Umso schöner ist es für uns zu sehen, wie Alex seinen Weg geht und sich seine harte Arbeit langsam auszahlt."
Juri und Michaela Huszar-Käfer, Eltern
Alex Huszar mit voller Konzentration am Schläger, auf dem Weg zum Tennisprofi.
In der Juniorenweltrangliste zählte er im vergangenen Jahr zu den Top 300 Nachwuchsspielern weltweit. Heuer wurde er zudem Herren-Steirischer-Landesmeister Indoor. Mit dem TSV Hartberg spielte er in der Zweiten Bundesliga und darf sich mit seiner Mannschaft über den heurigen Aufstieg in die Erste Bundesliga freuen.
Erster ATP-Punkt in Kramsach
Seine bislang größten Erfolge feierte Huszar im vergangenen Monat. Den Anfang machte das M25-Turnier in Kramsach, wo er sich in einem nervenaufreibenden Match nach zwei Stunden und 46 Minuten gegen den Japaner Tomohiro Masabayashi mit 6:7,f 6:1 und 7:5 durchsetzte und damit seinen ersten ATP-Punkt sicherte.
Weitere Punkte in Ollersbach und Wels
In der darauffolgenden Woche spielte sich Huszar beim M25-Turnier in Ollersbach über die Qualifikation ins Hauptfeld und gewann dort die erste Runde gegen den Österreicher Timo Rosenkranz-König, ehe er sich in Runde zwei mit 3:6 und 3:6 dem Italiener Tommaso Compagnucci geschlagen geben musste, der in der Weltrangliste auf Platz 365 liegt. Bereits eine Woche später erhielt Huszar eine Wildcard für den Hauptbewerb des M25-Turniers in Wels und erzielte dort bislang sein bestes Ergebnis: den Sieg gegen den an Position acht gesetzten David Eichenseher aus Deutschland, der in der ATP-Weltrangliste auf Platz 989 geführt wird. Mit den in den drei Turnieren gesammelten Punkten steht Huszar nun erstmals in der ATP-Weltrangliste, aktuell auf Platz 1607, und das mit nur 18 Jahren.
"Ich bin in dieses Leben hineingerutscht und durfte durch den Sport sehr viele schöne Orte sehen und Dinge erleben, die kaum jemand in meinem Alter erlebt. Ich durfte bereits vor großem Publikum spielen und konnte mir in der Tennisszene bereits einen Namen machen. Allerdings durfte ich auch die Schattenseiten des Leistungssports kennenlernen. Ich bin dankbar für alles was war und gespannt auf alles was noch kommt." Alex Huszar
Alex Huszar erkämpfte sich heuer seine ersten ATP-Punkte.
Für die kommende Zeit hat sich Alex Huszar vorgenommen, weiter hart zu trainieren und zusätzliche Erfahrung auf der Profitour zu sammeln. Seit heuer wird er vom Sportartikelhersteller Wilson mit Schlägern, Taschen und Tennissaiten unterstützt, zudem sponsert ihn die Bekleidungsmarke Björn Borg. Mit den jüngsten Erfolgen hat der Hartberger einen wichtigen Schritt in Richtung Profitennis gemacht und will diesen Schwung in den kommenden Monaten mitnehmen.
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